Gestern Abend musste ich wieder daran denken, wie wir mit der Schule damals in der 10.Klasse auf dem Arbeitsamt zur Berufsberatung waren. Praktischerweise war das Arbeitsamt damals nämlich in unmittelbarer Nähe zu meiner Schule. Meine Güte, 10 Jahre ist das auch schon wieder her. Damals war so ein Berufstest am Computer die rießen Sensation, wo man über nen Fragebogen zu Interessen und Eigenschaften eine Liste mit Berufen bekam, die zu einem passen sollte. Und ich erinnere mich auch noch, wie da dann ganz oben auf meiner Liste stand, dass ich als Berufsberater beim Arbeitsamt einsteigen sollte und dieser Test für mich dann schonmal alle Glaubwürdigkeit verloren hatte.
Noch besser erinnere ich mich aber an einen Absatz aus dem Vortrag des Berufsberaters, als er uns alle ermutigt hat, einfach mal irgendwas zu machen, was uns Spaß machen könnte, um uns während der Ausbildung nochmal ganz anders orientieren zu können. Keine Angst vor der Umschulung sei dabei die Devise! Und als Beispiel hat er da von einer Hebamme erzählt, die während der Ausbildung gemerkt hat, dass das Kinder auf die Welt bringen so gar nicht ihr Ding ist. Dabei sei ihr aber erst in ihrer Hebammen Ausbildung aufgegangen, welchen Beruf sie für den Rest ihres Lebens ausüben möchte. Und mittlerweile war sie eine glückliche Metzgerin.
Zwar hatte ich danach genausowenig Angst vor Umschulungen wie vorher, aber Hebammen fand ich seitdem immer irgendwie ein wenig unheimlich.
Donnerstag, 21. August 2008
Samstag, 16. August 2008
Niels Frevert
Da war ich heute einfach mal so auf der Suche nach neuer Musik und hab direkt mal nen Volltreffer auf meinen Geschmack gelandet: Niels Frevert.
Auf deutsch singt der gute Mann und malt ruhige, melancholische Klanggemälde, in denen die ironische Brechung nicht fehlt!
Hier eine kleine lyrische Kostprobe:
Und an der Stelle, wo die Sonne eben war
Bleibt ein Punkt, ein heller, türkisfarbener
Mit geschlossnen Augen und Flattern in den Armen
Steh ich in der Gegend, alle Lichter an - (pause)
Wie ein Baukran
Ich bin hin und weg und hab mir gleich das letzte Album Du kannst mich an der Ecke raus lassen bestellt, das mich nun bald durch diesen Herbst begleiten wird. Da singt er dann über den Baukran, die Waschmaschine das Gnu oder den schwedischen Wandschrank. Und eben das was man damit noch so alles verbinden kann. Und das ist erstaulicher Weise verdammt viel. Um es mit seinen Worten zu sagen:
Hier ist genug Platz für krumme Gedanken
Und so scheut er auch nicht davor zurück, Hildegard Knef zu covern (Ich möchte mich gern von mir trennen) oder KISS (I was made for lovin you) zu sampeln.
Erste Hörproben dürftet ihr bald in der rechten Spalte finden (einfach auf Play klicken).
Und wer noch mehr in seine Musik abtauchen will, kann das direkt hier tun mit: Niels Frevert - Du kannst mich an der Ecke raus lassen
Auf deutsch singt der gute Mann und malt ruhige, melancholische Klanggemälde, in denen die ironische Brechung nicht fehlt!
Hier eine kleine lyrische Kostprobe:
Und an der Stelle, wo die Sonne eben war
Bleibt ein Punkt, ein heller, türkisfarbener
Mit geschlossnen Augen und Flattern in den Armen
Steh ich in der Gegend, alle Lichter an - (pause)
Wie ein Baukran
Ich bin hin und weg und hab mir gleich das letzte Album Du kannst mich an der Ecke raus lassen bestellt, das mich nun bald durch diesen Herbst begleiten wird. Da singt er dann über den Baukran, die Waschmaschine das Gnu oder den schwedischen Wandschrank. Und eben das was man damit noch so alles verbinden kann. Und das ist erstaulicher Weise verdammt viel. Um es mit seinen Worten zu sagen:
Hier ist genug Platz für krumme Gedanken
Und so scheut er auch nicht davor zurück, Hildegard Knef zu covern (Ich möchte mich gern von mir trennen) oder KISS (I was made for lovin you) zu sampeln.
Erste Hörproben dürftet ihr bald in der rechten Spalte finden (einfach auf Play klicken).
Und wer noch mehr in seine Musik abtauchen will, kann das direkt hier tun mit: Niels Frevert - Du kannst mich an der Ecke raus lassen
Freitag, 15. August 2008
Wer anklopft, der hat schonmal die Tür gefunden
Eines der schönen Dinge in der Adventszeit ist ohne Frage ein Adventskalender (Mitte August ist es schließlich höchste Zeit, sich auf Weihnachten einzustimmen). Und bei einem Adventskalender freut man sich jeden Tag neu darauf, das richtige Türchen suchen, finden und öffnen zu dürfen.
Daran musste ich in letzter Zeit häufiger denken, wenn ich im strömenden Regen vor irgendwelchen Häusern stand und sich die passende Tür, hinter der Leute auf ihre Pizza warteten, einfach nicht finden ließ.
Und dabei sind die Häuser noch nicht mal die schlimmsten, die man von der Straße aus noch gar nicht sehen kann. Zwar ist es anstrengend, erstmal noch 100 Treppen von der Straße bis zum Haus hinaufzulaufen, aber immerhin ist man dabei zielstrebig auf dem Weg zu richtigen Eingangstür, bzw. zur richtigen Klingel. Ganz anders bei Häusern mit 8 Wohnungen und sage und schreibe 8 separaten Eingängen. Da gibt es dann auf jeder Hausseite 2 Türen, eine im Erdgeschoß und eine im ersten Stock, über eine separate Treppe erreichbar. Klingelschilder natürlich jeweils nur vor der entsprechenden Tür. Und da läuft man dann eben schwungvoll einmal ums ganze Haus, treppauf und treppab um dann frühestens bei der vorletzten Tür an der richtigen angelangt zu sein.
Ganz klasse sind auch Häuser, die sich hinter einem großen und in der Regel verwilderten Garten verstecken. Leute in solchen Häusern bestellen dann auch generell nur in regnerischen Nächten Pizza. Da tappt man dann im Dunkeln durchs Gestrüpp und sieht noch nicht mal die Äste, die einem ins Gesicht schlagen. Und einmal stand ich dann vor einer dunklen Tür und fand noch nicht mal eine Klingel. Statt dessen aber ein Seil. Nach einigem Zögern zieht man dann da dran und es ertönt das zaghafte Bimmeln einer Kuhglocke. Nachdem sich im Haus nichts rührt, zieht man dann doch etwas fester und scheint eine ganze Kuhherde in Bewegung zu setzen. Als die Tür dann geöffnet wurde, konnte ich mir das rießige Glocken-Mobile dann genauer anschauen und mich drüber freuen, dass sowas Dank der Erfindung der elektrischen Türklingel nicht in meinem Hausgang hängen muss.
Abenteuerlich ist es auch, wenn Leute ihre Häuser mit Eisenketten absperren. Und für gewöhnlich ist es nicht gerade der erste Gedanke: "Ah, Eisenketten! Da steig ich mal drüber und schau mich um!" Erst nachdem von allen anderen Seiten keine Wohnungstür gefunden worden ist, steigt man eben doch mal über die Absperrung und findet da dann doch tatsächlich den Weg zur Haustür. Und ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, wieso man dann auf die Frage "Gibt es noch einen anderen Weg zur Straße zurück als über die Absperrung steigen zumüssen?" ein völlig verständnisloses "Nein..." als Antwort bekommt.
Aber nicht nur außen um Häuser herumirren ist möglich, sondern auch in manchen Häusern kann man sich gewaltig verlaufen. Falls hier irgendwelche Architekten von mehrstöckigen Wohnhäusern mitlesen sollten: Wie besucherunfreundlich kann man ein Haus eigentlich konstruieren? Ganz vorne auf meiner Hitliste stehen dabei die Wohnungen der Krankenhausmitarbeiter auf dem Klinikumsgelände. Da gibts nämlich gleich mehrere von, die alle gleich "kreativ" aufgebaut sind, mit etwa 40 Wohnungen pro Haus. Wenn man ein Haus durch die Eingangstür betritt, steht man dann erstmal in einem rießigen Vorraum mit Pflanzen und Steinen. Der Raum reicht bis ans Dach des Hauses und an den Wänden entlang sieht man schon überall Eingangstüren zu Wohnungen. Wenn die aber nicht gerade im Erdgeschoß liegen, kann man diese Wohnungen nur über eines der zahlreichen Treppenhäuser erreichen, die man allerdings auch erst über Türen erreichen muss und man von der Eingangshalle aus nicht sehen kann. Von den Treppenhäusern aus erreicht man aber auch nochmal Wohnungen, die keine Wohnungstür zur großen Eingangshalle hin haben. Also zusammengefasst: Selbst wenn man Glück hat und die richtige Tür sieht, heißt das noch nicht, dass man den Weg dorthin sieht oder auch nur erahnen kann.
Sogesehen weiß ich eigentlich nicht, ob ich mich jemals wieder über Adventskalender freuen kann. Aber bis ich das herausfinden kann, bleiben ja noch ein paar Monate Zeit.
Daran musste ich in letzter Zeit häufiger denken, wenn ich im strömenden Regen vor irgendwelchen Häusern stand und sich die passende Tür, hinter der Leute auf ihre Pizza warteten, einfach nicht finden ließ.
Und dabei sind die Häuser noch nicht mal die schlimmsten, die man von der Straße aus noch gar nicht sehen kann. Zwar ist es anstrengend, erstmal noch 100 Treppen von der Straße bis zum Haus hinaufzulaufen, aber immerhin ist man dabei zielstrebig auf dem Weg zu richtigen Eingangstür, bzw. zur richtigen Klingel. Ganz anders bei Häusern mit 8 Wohnungen und sage und schreibe 8 separaten Eingängen. Da gibt es dann auf jeder Hausseite 2 Türen, eine im Erdgeschoß und eine im ersten Stock, über eine separate Treppe erreichbar. Klingelschilder natürlich jeweils nur vor der entsprechenden Tür. Und da läuft man dann eben schwungvoll einmal ums ganze Haus, treppauf und treppab um dann frühestens bei der vorletzten Tür an der richtigen angelangt zu sein.
Ganz klasse sind auch Häuser, die sich hinter einem großen und in der Regel verwilderten Garten verstecken. Leute in solchen Häusern bestellen dann auch generell nur in regnerischen Nächten Pizza. Da tappt man dann im Dunkeln durchs Gestrüpp und sieht noch nicht mal die Äste, die einem ins Gesicht schlagen. Und einmal stand ich dann vor einer dunklen Tür und fand noch nicht mal eine Klingel. Statt dessen aber ein Seil. Nach einigem Zögern zieht man dann da dran und es ertönt das zaghafte Bimmeln einer Kuhglocke. Nachdem sich im Haus nichts rührt, zieht man dann doch etwas fester und scheint eine ganze Kuhherde in Bewegung zu setzen. Als die Tür dann geöffnet wurde, konnte ich mir das rießige Glocken-Mobile dann genauer anschauen und mich drüber freuen, dass sowas Dank der Erfindung der elektrischen Türklingel nicht in meinem Hausgang hängen muss.
Abenteuerlich ist es auch, wenn Leute ihre Häuser mit Eisenketten absperren. Und für gewöhnlich ist es nicht gerade der erste Gedanke: "Ah, Eisenketten! Da steig ich mal drüber und schau mich um!" Erst nachdem von allen anderen Seiten keine Wohnungstür gefunden worden ist, steigt man eben doch mal über die Absperrung und findet da dann doch tatsächlich den Weg zur Haustür. Und ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, wieso man dann auf die Frage "Gibt es noch einen anderen Weg zur Straße zurück als über die Absperrung steigen zumüssen?" ein völlig verständnisloses "Nein..." als Antwort bekommt.
Aber nicht nur außen um Häuser herumirren ist möglich, sondern auch in manchen Häusern kann man sich gewaltig verlaufen. Falls hier irgendwelche Architekten von mehrstöckigen Wohnhäusern mitlesen sollten: Wie besucherunfreundlich kann man ein Haus eigentlich konstruieren? Ganz vorne auf meiner Hitliste stehen dabei die Wohnungen der Krankenhausmitarbeiter auf dem Klinikumsgelände. Da gibts nämlich gleich mehrere von, die alle gleich "kreativ" aufgebaut sind, mit etwa 40 Wohnungen pro Haus. Wenn man ein Haus durch die Eingangstür betritt, steht man dann erstmal in einem rießigen Vorraum mit Pflanzen und Steinen. Der Raum reicht bis ans Dach des Hauses und an den Wänden entlang sieht man schon überall Eingangstüren zu Wohnungen. Wenn die aber nicht gerade im Erdgeschoß liegen, kann man diese Wohnungen nur über eines der zahlreichen Treppenhäuser erreichen, die man allerdings auch erst über Türen erreichen muss und man von der Eingangshalle aus nicht sehen kann. Von den Treppenhäusern aus erreicht man aber auch nochmal Wohnungen, die keine Wohnungstür zur großen Eingangshalle hin haben. Also zusammengefasst: Selbst wenn man Glück hat und die richtige Tür sieht, heißt das noch nicht, dass man den Weg dorthin sieht oder auch nur erahnen kann.
Sogesehen weiß ich eigentlich nicht, ob ich mich jemals wieder über Adventskalender freuen kann. Aber bis ich das herausfinden kann, bleiben ja noch ein paar Monate Zeit.
Mittwoch, 30. Juli 2008
Leserpost aus Afrika
Auch auf den letzten Eintrag folgten wieder unzählige Leserkommentare (2 bis 3 um genau zu sein, aber ich hab sie bewusst nicht gezählt). Und einer davon kam sogar aus Afrika. Petra G aus K. weist darauf hin, dass Drive-In-Schalter bei Apotheken im Nachtbetrieb bereits etabliert sind. Da Nachts immer eine Apotheke zum Notdienst geöffnet sein muss, haben die meisten Apotheken sogenannte Nachtschalter, vom Prinzip ähnlich wie ein Bankschalter. Es sollen Nachts nämlich die verschiedensten zwielichtigen Gestalten versuchen, sich auf mehr oder weniger llegale Weise neuen "Stoff" in der Apotheke besorgen zu wollen. Und damit man diese Typen gar nicht erst in der Apotheke drin hat, bedient man die eben über einen Außenschalter. Und den kann man dann auch leicht so bauen, dass man direkt mit dem Auto da ran fahren kann.
Im harten Konkurrenzkampf der Apotheken ist es daher nur ein kleiner Schritt, diese Drive-In-Schalter auch in den Tagesbetrieb zu integrieren.
Vielen Dank an Petra G. aus K. für diese Informationen!
Im harten Konkurrenzkampf der Apotheken ist es daher nur ein kleiner Schritt, diese Drive-In-Schalter auch in den Tagesbetrieb zu integrieren.
Vielen Dank an Petra G. aus K. für diese Informationen!
Samstag, 26. Juli 2008
Drive in and be healed
"Guter Tee ist wie guter Wein: Umso älter, desto besser!"
Mir ist die besondere Ehre zuteil geworden, von dieser Lebensweisheit erfahren zu dürfen. Der äußerst bescheidene und wohlwollende Mensch, der mir dies auf meinen Lebensweg mitgegeben hat, möchte aber in diesem Eintrag ausnahmsweise mal nicht erwähnt werden. Ein Wunsch, dem ich aus Dankbarkeit natürlich gerne nach komme.
Nach wie vor mag ich meinen Tee aber lieber frisch und heiß, was wohl der ungezähmten Wildheit meiner Jugend zuzuschreiben ist. Einige von euch können das sicherlich am eigenen Leibe nachvollziehen.
Wenden wir uns also diesmal wieder dem historischen Städtchen Tübingen und seinen zahlreichen Geschäften und Läden zu. Denn neulich ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass es in Tübingen, oder genauer gesagt im Stadtteil Lustnau, eine "Drive-In-Apotheke" gibt. Da kann man also wirklich mit dem Auto hin fahren und sich seine Medikamente holen, ohne auch nur aussteigen zu müssen. Na, Gott sei Dank erfahren nun auch endlich diejenigen Linderung ihrer Leiden, die so krank sind, dass sie schon gar nicht mehr aus dem Auto aussteigen können! Da kann man jetzt nur noch hoffen, dass die ersten Drive-In-Toiletten auch endlich eröffnen, weil dann könnten diese armen Menschen ja fast schon wieder ein halbwegs normales Leben führen.
Da fragt man sich dann nur, wo man als nächstes auch noch mit dem Auto reinfahren kann. Drive-In-Möbelhäuser? Drive-In-Heimwerkermärkte? Drive-In-Friseursalons?
Was ich als Pizzafahrer ja dringend mal anregen würde: Drive-In-Krankenhäuser, Drive-In-Studentenwohnheime, Drive-In-Fußgängerzonen und beidseitige Drive-In-Einbahnstraßen. Aber darauf werd ich wohl noch lange warten können.
Mir ist die besondere Ehre zuteil geworden, von dieser Lebensweisheit erfahren zu dürfen. Der äußerst bescheidene und wohlwollende Mensch, der mir dies auf meinen Lebensweg mitgegeben hat, möchte aber in diesem Eintrag ausnahmsweise mal nicht erwähnt werden. Ein Wunsch, dem ich aus Dankbarkeit natürlich gerne nach komme.
Nach wie vor mag ich meinen Tee aber lieber frisch und heiß, was wohl der ungezähmten Wildheit meiner Jugend zuzuschreiben ist. Einige von euch können das sicherlich am eigenen Leibe nachvollziehen.
Wenden wir uns also diesmal wieder dem historischen Städtchen Tübingen und seinen zahlreichen Geschäften und Läden zu. Denn neulich ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass es in Tübingen, oder genauer gesagt im Stadtteil Lustnau, eine "Drive-In-Apotheke" gibt. Da kann man also wirklich mit dem Auto hin fahren und sich seine Medikamente holen, ohne auch nur aussteigen zu müssen. Na, Gott sei Dank erfahren nun auch endlich diejenigen Linderung ihrer Leiden, die so krank sind, dass sie schon gar nicht mehr aus dem Auto aussteigen können! Da kann man jetzt nur noch hoffen, dass die ersten Drive-In-Toiletten auch endlich eröffnen, weil dann könnten diese armen Menschen ja fast schon wieder ein halbwegs normales Leben führen.
Da fragt man sich dann nur, wo man als nächstes auch noch mit dem Auto reinfahren kann. Drive-In-Möbelhäuser? Drive-In-Heimwerkermärkte? Drive-In-Friseursalons?
Was ich als Pizzafahrer ja dringend mal anregen würde: Drive-In-Krankenhäuser, Drive-In-Studentenwohnheime, Drive-In-Fußgängerzonen und beidseitige Drive-In-Einbahnstraßen. Aber darauf werd ich wohl noch lange warten können.
Montag, 21. Juli 2008
Nachts ist jeder Tee schwarz
Rund 200 Besuche im letzten Monat... das ist doch schonmal gar nicht schlecht. Mittlerweile gibt es sogar schon die ersten Blog-Fans, die unbedingt auch namentlich hier erwähnt werden wollen und deswegen krampfthaft versuchen, sich irgendwelche sensationellen Kommentare auszudenken. Aber ich möchte an dieser Stelle lieber keine Namen nennen.
Und es gibt natürlich auch die Leute, die hier mal wieder Neues und Aufregendes nachlesen wollen. Aber leider muss ich mitteilen, dass mich schon lange niemand mehr erstechen wollte. Es soll aber auch Leute geben, die sich darüber freuen, dass mir niemand nach dem Leben trachtet (hab ich gehört).
Das aufsehenerregendste des letzten Wochenendes waren also "nur" zwei große Wannen voll Rucola-Salat, die ich waschen und schleudern musste. Für alle Action-Fans heißt es da also erstmal: Abwarten und Tee trinken.
Und das führt mich wieder mal zu meinem Mitbewohner Björn, von dem man ja noch so viel lernen kann. Dass es Abends draußen dunkler wird, das wissen wir ja nun schon. Jetzt fehlt nur noch so ein richtig schwarzer Scharztee.
Wenn man sich nämlich zum größten Teil von Schwarztee ernähren will, muss man den auf ganz besodnere Art und Weise zubereiten. Dilettanten wie ich würden ja einfach Wasser kochen, in ne tasse gießen, nen Teebeutel rein, kurz ziehen lassen und dann trinken. Aber wenn man es richtig machen will, dann muss man folgendes beachten:
1. Wasserkocher mit Wasser befüllen und aufkochen lassen
2. Teebeutel zur Vorbereitung in leere Tasse hängen und Tasse neben den Wasserkocher stellen
3. Wasser im Wasserkocher 20 bis 30 Minuten stehen lassen
4. Lauwarmes Wasser in Tasse gießen
5. Tee 40 bis 45 Minuten ziehen lassen
6. Teebeutel entsorgen und Tee genießen
Tipp: Tee schon morgens, bevor man das Haus verlässt zubereiten und den Beutel in der Tasse lassen. Dann kann man wenn man Abends Heim kommt, gleich in vollen Zügen mit dem Trinken durchstarten.
Und es gibt natürlich auch die Leute, die hier mal wieder Neues und Aufregendes nachlesen wollen. Aber leider muss ich mitteilen, dass mich schon lange niemand mehr erstechen wollte. Es soll aber auch Leute geben, die sich darüber freuen, dass mir niemand nach dem Leben trachtet (hab ich gehört).
Das aufsehenerregendste des letzten Wochenendes waren also "nur" zwei große Wannen voll Rucola-Salat, die ich waschen und schleudern musste. Für alle Action-Fans heißt es da also erstmal: Abwarten und Tee trinken.
Und das führt mich wieder mal zu meinem Mitbewohner Björn, von dem man ja noch so viel lernen kann. Dass es Abends draußen dunkler wird, das wissen wir ja nun schon. Jetzt fehlt nur noch so ein richtig schwarzer Scharztee.
Wenn man sich nämlich zum größten Teil von Schwarztee ernähren will, muss man den auf ganz besodnere Art und Weise zubereiten. Dilettanten wie ich würden ja einfach Wasser kochen, in ne tasse gießen, nen Teebeutel rein, kurz ziehen lassen und dann trinken. Aber wenn man es richtig machen will, dann muss man folgendes beachten:
1. Wasserkocher mit Wasser befüllen und aufkochen lassen
2. Teebeutel zur Vorbereitung in leere Tasse hängen und Tasse neben den Wasserkocher stellen
3. Wasser im Wasserkocher 20 bis 30 Minuten stehen lassen
4. Lauwarmes Wasser in Tasse gießen
5. Tee 40 bis 45 Minuten ziehen lassen
6. Teebeutel entsorgen und Tee genießen
Tipp: Tee schon morgens, bevor man das Haus verlässt zubereiten und den Beutel in der Tasse lassen. Dann kann man wenn man Abends Heim kommt, gleich in vollen Zügen mit dem Trinken durchstarten.
Montag, 7. Juli 2008
Erwachen
20:15 Uhr, der Björn, mein Mitbewohner, steht mit kritischem Blick vor dem Küchenfenster, schaut hinaus und spricht:
"Ich glaube, es wird immer dunkler!"
Ich: "Gerade Abends ist mir das auch schon häufiger aufgefallen, wollte aber bisher noch nie was sagen."
Aus irgendeinem Grund war er dann sauer....
"Ich glaube, es wird immer dunkler!"
Ich: "Gerade Abends ist mir das auch schon häufiger aufgefallen, wollte aber bisher noch nie was sagen."
Aus irgendeinem Grund war er dann sauer....
Wie auch immer, nachdem sich während der EM halb Tübingen überwiegend von Pizza ernährt hat, ist es zur Zeit wieder etwas ruhiger geworden. Und da will ich die Gelegenheit nutzen, euch eine ältere Anekdote aus der Crona Klinik zu erzählen. Da dürfen wir nämlich den Eingang benutzen, wo sonst die Notfälle ankommen. Und meistens steht dann auf meinem Lieferschein immer so Zeugs wie "Station 31" oder "B5 Süd", was ich mittlerweile auch schon alles ohne Probleme finde. Letztens stand da dann aber nur "Ebene 2" auf meinem Zettel. Aber man muss ja aus jeder Information das Bestmöglichste rausholen. Ich also durch lange Gänge zum Fahrstuhl und dann auf Ebene 2 gefahren, wo ich dann aber ziemlich einsam auf weiter Flur stand. Also zurück auf den Lieferschein geschaut und was steht da, ganz klein unten drunter: an der Pforte anpiepsen lassen. Zu dumm, dass ich vor 3 Minuten erst an der Pforte vorbeigelaufen bin. Also den Weg wieder zurück und den Pförtner bitten, dass er mal ein bischen rumpiepst. Das macht der dann auch und er wird zurückgerufen. Als er dann wieder auflegt, gibt er mir freundlich zur Auskunft, dass ich auf Ebene 2 kommen soll. Und ich kann ihn auch noch so erwartungsvoll anschauen, mehr Informationen scheint er mir nicht geben zu wollen. Also frage ich nach, wohin genau ich denn gehen soll, worauf er mir den Weg zum Fahrstuhl erklärt und wie ich auf die "2" drücken soll, damit der Fahrstuhl da hin fährt. Da erkenne ich, dass diese Informationsquelle bereits versiegt ist und ich mache mich erneut auf den Weg zu Ebene 2. Und täglich grüßt die Ebene 2, auf der ich wieder genauso allein und verloren stehe. Nachdem ich ungefähr eine Minute vor dem Fahrstuhl gestanden bin beschließe ich, die Suche auf gut Glück auf zu nehmen. Rechts von mir befindet sich der OP-Bereich hinter Schildern mit "Strahlen-CT! Betreten Verboten!" - Schildern. Also gehe ich nach Links. Dort gibt es lange Gänge auf den Weg zu ein paar Stationen und ich habe die Hoffnung, dass dort jemand auf seine Pizza wartet. Also frage ich mich da dann mal durch, was aber recht fruchtlos bleibt, da ich ja weder einen Namen habe, noch eine Telefonnummer. Nur eine Nummer von nem Piepser. Ich bekomme schließlich den Rat, doch mal an der Pforte nachzufragen und werde zum Gehen aufgefordert. Ich kann also nicht umhin, meine Backenzähne mit Druck aufeinander zu reiben, als ich auf dem Weg zurück zu den Fahrstühlen bin. Zu diesem Zeitpunkt kommt auch gerade eine Ärztin aus dem Op-Bereich heraus, schaut mich fassungslos an und fragt, wo ich denn herkomme und warum das denn so lange dauert. Dass ich das auch gerne mal gewusst hätte, sag ich ihr nicht und folge ihr einfach. Sie müsse jetzt aber erstmal noch ihr Geld suchen und ich solle so lange hier warten. Sie führt mich in den Aufwachraum. Da sei ich zumindest nicht allein, sagt sie und lässt mich allein neben einem frisch operierten Patienten in seinem Bett stehen, der noch immer zu schlafen scheint. So ganz wohl fühl ich mich neben dem Patienten allerdings nicht und versuche mir vorzustellen, wie es wohl wäre, aus der Narkose auf zu wachen und als erstes einen Pizzaboten neben mir stehen zu sehen. In dem Moment macht der Typ neben mir die Augen auf und schaut mich an. Ich bemühe mich zu einem Lächeln und sage "Grüß Gott!". Er sagt nichts und macht die Augen wieder zu. Dann kommt aber auch schon die Ärztin wieder und ich kann endlich gehen.
Und abschließend noch eine aktuelle Meldung aus der Rubrik "Erstaunliche Statistiken": Männer, die im Kreissaal auf die Geburt ihres (eines) Kindes warten, bestellen häufiger Thunfisch-Pizza ohne Zwiebeln. Welche weiteren Zusammenhänge hierbei bestehen, wird aber wahrscheinlich nie ganz geklärt werden können.
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