Montag, 15. Juni 2009

Most boring dream ever

Hattet ihr schonmal so nen richtig langweiligen Traum? Wo ihr dann quasi vor lauter Langeweile aufwacht und ihr dann aufstehen müsst, weil es sonst einfach zu langweilig wäre?

Ich hätte nicht gedacht, dass es sowas überhaupt geben kann, bis es mir vor kurzem passiert ist. Eigentlich schlafe ich gerne aus und könnte ganze Vormittage faul im Bett verbringen. Und eigentlich träum ich auch total selten, bzw. kann mich am nächsten Tag an kaum noch was erinnern. Und wenn ich mich erinnere, dann an extrem verrückte und meist actiongeladene Kurzfilmchen, voller Mord und Todschlag. Z.B. erinnere ich mich noch sehr lebhaft an einen Traum, in dem ich an einem traumhaften Strand spazieren gehe. Es gibt Korallen und ich sammle Clownfische in einer mit Wasser gefüllten Plastiktüte. Als ich ein paar habe, suche ich mir einen großen Stein, hole eine Lupe heraus und brate die Clownfische auf dem Stein. Mit der Lupe sorge ich dann zusätzlich noch für extrem lustige Blasen, bis die Fische platzen. Das mache ich so lange, bis ich plötzlich aufschaue und bemerke, dass mehrere 100 Linienbusse, wie ich sie aus Asunción kenne, auf mich zugerast kommen. Bei meinem Versuch den Bussen auszuweichen werde ich dann frontal von einem Bus erfasst, was dann auch der Moment ist, an dem ich dann plötzlich im Bett sitze un dmir klar wird, dass man Clownfische besser nicht braten sollte.

Aber generell sind Träume, an die ich mich relativ klar erinnern kann, total selten. Neben dem oben würden mir jetzt nur noch 4 andere einfallen, von denen ich eine Storyline erzählen könnte (und einer davon aus dem Kindergartenalter!).
Naja, und letzte Woche träumte mir also, ich wäre einkaufen. Und ich stand endlos vor den Regalen und wusste nicht, was ich überhaupt kaufen soll. Letzlich entscheide ich mich für einen Pack Spaghetti, eine Dose Thunfisch, Milch und geriebenen Käse. Dann stelle ich mich an der Kasse an und weil die Schlange so lang ist muss ich ewig warten. Nach dem Bezahlen mache ich mich dann zu Fuß auf den Heimweg. Es ist ziemlich heiß und der Weg das Hasenbühl hinauf erstreckt sich endlos lang. Auf dem ganzen Weg begegnet mir kein anderer Mensch. Als ich dann endlich zu Hause bin, setze ich Wasser auf, um Spaghetti zu kochen. Ich stehe vor dem Herd und sehe den Nudeln beim Kochen zu. Aus dem Thunfisch, dem Käse und der Milch mache ich eine Soße. Als ich dann gerade das Nudelwasser abgießen will, wache ich auf.

Habt ihr schonmal sowas langweiliges geträumt? Unglaublich! Und das schlimme: ich kann diesen Traum einfach nicht vergessen! Dabei hatte ich noch nie eine Thunfisch-Käse-Soße gekocht! Naja, bis heute Mittag, als ich das Essen aus meinem Traum nachgekocht hab. War tatsächlich lecker.

Samstag, 6. Juni 2009

Rilkes Nachbarn

Es giebt ein Wesen, das vollkommen unschädlich ist, wenn es dir in die Augen kommt, du merkst es kaum und hast es auch gleich wieder vergessen. Sobald es dir aber unsichtbar auf irgendeine Weise ins Gehör gerät, so entwickelt es sich dort, es kriecht gleichsam aus, und man hat Fälle gesehen, wo es bis ins Gehirn vordrang und in diesem Organ verheerend gedieh, ähnlich den Pneumokokken des Hundes, die durch die Nase eindringen.
Dieses Wesen ist der Nachbar.
Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge


Man entdeckt doch immer wieder schönes bei der Rilke Lektüre!

Und wie singen dazu A-ha so passend: Silence everything, silence always wins.

Und überdies weiß ich jetzt auch, dass man wirklich jahrelang studieren muss, damit man sich am Ende dann irgendwie durch die Prozedur kämpfen kann, die nötig ist um sich zum Examen anmelden zu können.

Insgesamt tut sich doch einiges hier... das dann sicher auch bald hier zu lesen sein wird. ^^
Seid mal gespannt!

Mittwoch, 6. Mai 2009

Bankenkrise? - Alles klar!

Dieser Eintrag ist denjenigen gewidmet, die sich den Kopf darüber zerbrechen, wie es denn überhaupt zu einer solch großen Bankenkrise kommen konnte:

Gestern sollte ich eine größere Ladung Spaghetti zur Deutschen Bank fahren. Lieferung in der 2.Stock. Wie, das gibts nochmal zwei Stockwerke? Ich wusste das bis gestern auch nicht. Und wie ich so durch den Haupteingang eintrete will mir auch kein Weg in den 2.Stock auffallen. Aber bevor ich lange durch die ganze Bank renne, frage ich lieber direkt am Schalter nach. Dort lächelt mich eine lange blonde Dauerwelle an und ist sogleich hilfsbereit: "In den 2.Stock können sie den Aufzug nehmen. Im Aufzug dann auf die 2 drücken (diese Aussage muss man sich nun noch mit der entsprechenden Handbewegung untermalt vorstellen) und der Aufzug fährt in den 2.Stock!" Ein paar Sekungen verharre ich regungslos, in der Hoffnung, dass sich da jemand nen kleinen Witz erlaubt und mir doch noch der Weg zum Aufzug gewiesen wird. Die Dauerwelle lächelt konstant weiter, während dann schließlich eine weitere Kollegin zu Hilfe eilt: hinten rechts um die Ecke.

Keine 10 Sekunden später kann ich dann also empirisch bestätigen, dass sich ein Aufzug tatsächlich in Bewegung setzt, wenn man mit ausgestrecktem Zeigefinger auf eine Knopf drückt. Im 2.stock öffnen sich dann auch die Türen. Doch mit dem Aussteigen klappt das nicht so recht, denn ein weiterer Bankangstellter mit Frau und Kinderwagen betreten sofort die Kabine, ausgestreckten Zeigefingers ins Erdgeschoß zu eilen. Von einem schlafenden Kind mit dem Rücken zur Wand gedrängt sehe ich keine andere Wahl und frage höflich: "Dürfte ich vorher vielleicht noch aussteigen? Ich müsste in den 2.Stock!" Mann und Frau tauschen ratlose Blicke aus, die Aufzugstür will sich schon wieder schließen als dann im letzten Augenblick doch noch die Lichtschranke unterbrochen wird, Mann, Frau und Kind sich wieder aus dem Fahrstuhl zurückziehen und ich doch noch aussteigen darf.

Zähne zusammenbeißen, das Lächeln aufsetzen und weiter gehts. Der nächste Bank-Mensch kommt nämlich schon auf mich zu: Sein Kollege hat bestellt, aber der ist gerade in einem Telefongespräch also wird er das regeln. Dies sprechend entwendet er mir den Rechnungsbeleg, zückt einen Kugelschreiber und kritzelt seine Signatur auf den Beleg, bevor er mir den wieder zurück gibt. Und jetzt hätte er dann gern die Spaghetti von mir.
Ich werfe einen Blick auf die Unterschrift, die sowieso niemand lesen kann, und entscheide mich dann für eine sehr schlichte Antwort: "Ich krieg dann noch 14,85€." Mein Gegenüber wirkt äußerst überrascht, ist darauf jetzt gar nicht vorbereit und bittet mich hier zu warten, bis sein Kollege kommt. Da es sich bei dem Menschen vor mir nicht um einen Kunden handelt, entschließe ich mich nun doch noch zu einem kleinen Kommentar: "Achso, Geld ist wohl nicht ihr Fachgebiet."
Fälschlicherweise hält er das für einen Witz und verschwindet lachend in seinem Büro. Ich darf dann etwa drei Minuten allein im Flur warten bis dann endlich der Typ mit dem Geld kommt: Essensschecks, ein Haufen Kleingeld und "Ich habs passend!" machen die Lieferung dann endgültig perfekt. Aber wenigstens spart er sich den Kommentar, warum da jemand auf seinem Beleg rumgekritzelt hat. Zielstrebig laufe ich dann am Fahrstuhl vorbei und nehme das Treppenhaus, in der Hoffnung, dass mir dort keine Kinderwägen entgegenkommen. etwas zu schwungvoll poltere ich dabei dann also durchs Treppenhaus und die letzte Tür zum Eingangsbereich fällt dann wohl etwas laut hinter mir ins Schloß. So komme ich dann also noch in den Genuß, den zahlreichen, in meine Richtung gedrehten Köpfen, zum Abschied zu zu winken.

Ich selbst empfehle nun den Sparstrumpf als vergleichsweise risikolfreie Anlagemöglichkeit. Oder aber auch das Ausgeben von allem was man hat, als schnelle und einwandfreie Lösung des Geldproblems.

Samstag, 25. April 2009

Tanz in den Mai

Auf was man nicht alles stößt wenn man für die Hausarbeitsrecherche bei Google "Sicherheitscharta USA Georgien" eingibt...
Mein persönliches Highlight ist die Seite der "Informationsstelle Militarisierung e.V." die ihren Sitz wo hat? Genau, in Tübingen. Ganz aktuell hab ich da auch gleich mal eine Einladung zum Tanzen "für ein besseres Leben, für globale soziale Rechte, gegen den Sozialabbau, Zwang zur Arbeit [...]"

Achtet bei folgendem Zitat mal darauf, welche Personengruppen da gezielt angesprochen bzw. nebeneinander gestellt werden:

"Die Mayday-Paraden sollen deshalb auch diejenigen zum Protest ermutigen, die außerhalb der Normalarbeitsverhältnisse diesem Zugriff [der kapitalistischen Verwertungslogik] ausgesetzt sind - ob durch rassistische Ein- und Ausgrenzung, durch Studiengebühren, durch die Kommerzialisierung öffentlicher Räume und Dienstleistungen durch den Entzug von Freiräumen usw."

Na, wer von euch tanzt mit?

Dienstag, 21. April 2009

Das letzte Seminar

Damit man mir auch wirklich glaubt, dass ich doch schon ein älteres Semester bin: Im März hatte ich es schon, mein wirklich letztes Seminar! Und für den Schluß hab ich mir natürlich noch ein richtiges Schmankerl aufgehoben: "Datenanalyse und Forschungsdesign für Politikwissenschaftler" als Blockseminar. In ein paar wenigen Tagen quasi eine Einführung in die Statistik! Òle-Òle!
Sollte da jetzt etwa noch was kommen, was mich schocken könnte? Nochmal ein Referat, nochmal ein paar Stunden absitzen, nochmal ne Klausur... hatten wir doch jetzt schon oft genug. Ich wusste ja nicht, wie ich mich doch täuschen sollte...

Alles fing damit an, dass ich mich brav letztes Jahr im August schon via unserem elektronischem Semester-Verzeichnis zum Kurs im März angemeldet hatte.

Monate zogen ins Land, keine Neuigkeiten bezüglich dem Seminar und langsam kamen mir Zweifel, ob der Kurs überhaupt statt findet. Doch dann erreichte mich Anfang des Jahres eine Mail von unserem Bibliothekar: Ich erhalte diese Mail, weil ich mich online zu diesem Kurs angemeldet hatte. Nun gäbe es aber eine Liste an der Bibliotheksaufsicht, auf der ich mich nochmal - verbindlich - anmelden und mir auch gleich ein Referatsthema aussuchen sollte.
Schön, wie uns die Technik heute doch das Leben leichter macht! Also bin ich hin und hab mich in dieser Liste eingetragen und auch mal neben einem Referatsthema, wo bisher noch niemand stand: "Was ist eine wissenschaftliche Theorie?" Das war also Anfang Januar.

Wochen zogen ins Land und ich begann mich zu fragen: halte ich das Referat jetzt alleine? Wie lang soll das Referat werden? Und was soll ich eigentlich genau erzählen. Mitte Februar, 3 Wochen vor dem Seminar bekomme ich dann eine Mail: "Wir sollen zusammen ein Referat halten!" Cool, denk ich mir. Da haben wir relaxte 3 Wochen Zeit um sich mal zu treffen, was zu lesen, das aufzuteilen, etc. Ein paar Tage später treffen wir uns dann tatsächlich auf nen Kaffee im Clubhaus. Mittlerweile kam sogar noch ein dritter Typ hinzu. Ich war anfangs leicht irritiert: Die beiden waren 1.Semester Bachelor, Sinologie mit Politik im Nebenfach. Was bitte machen die denn in nem Hauptseminar? Bachelor-Modul machts möglich! Der eine davon hatte jetzt sogar schon mal ein Referat an der Uni gehalten, der andere noch nicht.
So langsam schlug meine Irritation dann aber doch in blankes Entsetzen um: "Ja, also ich bin jetzt erstmal 2 1/2 Wochen weg, aber dann rechtzeitig zum Seminar wieder da!"
Öhmm... und das Referat? "Achso... ja... vielleicht kann ich auch schon So Nachmittag wieder kommen!" Genau, und dann haben wir ja noch massig Zeit, bis wir am Montag Vormittag dann was über Metha-Theorien erzählen sollen.
Nur ganz knapp kann eine Eskalation der Situation verhindert werden und wir einigen uns darauf, dass wir uns schon am Fr Nachmittag treffen wollen, und das bis dahin jeder die Pflichtlektüre gelesen haben soll.
Uff... das kann ich was werden. Da wir noch immer nicht wissen, wie sich der Prof das Seminar eigentlich vorstellt, setze ich mich zu Hause dann mal an den Rechner und stelle ihm per Mail ein paar Fragen. "Wie lang? Inhaltlicher Rahmen? Eher die Pflichtlektüre aufbereiten oder eher an Beispielen den Text anschaulich machen oder eher zusätzliche Erläuterungen einbringen?" etc. Als Antwort bekomme ich genau 4 Worte, eine Ziffer und ein Satzzeichen: "1 Stunde, Pluralität der Ansätze"
Das war der Moment an dem ich dachte: soll ich nicht vielleicht doch noch ein Semester länger studieren und mir nächstes Semester ein anderes Seminar zu dem Thema suchen? Oder soll ich vielleicht doch noch mein Studium abbrechen? Auswandern? Reich heiraten und nie wieder einen Finger krumm machen? Als ich nach und nach alle Alternativen doch wieder verworfen habe, setze ich mich dann aber doch dran, diese blöden Text zu lesen, der wahrlich nur schwer zu verstehen war.

Tage zogen ins Land und es wurde schließlich Donnerstag, der Tag vor dem letzten Wochenende vor dem Seminar. Ich erhielt eine Email: "Ich komm jetzt doch erst So wieder nach Tübingen. Hab mit dem anderen telefoniert und wir haben uns das Referat so aufgeteilt. Du übernimmst den letzten Teil. Und wir machen Power Point. Wir können uns dann gerne So Abend noch treffen, wenn du das gerne möchtest."
Achso, ja klar, ich werd mich um die letzten 20 Seiten kümmern, in denen es zum Schluß nur noch um irgendwelche Formeln und Herleitungen geht, von denen ich kein Wort verstehe, während du die Einleitung machst. Es fiel mir schwer, nicht dem Bedürfnis nach zu geben, irgend etwas kurz und klein zu schlagen und beschränke mich auf eine extrem pampige Email. Sicherheitshalber gab es dann vor dem Referat kein Treffen, um der Gefahr eines spontanen Todschlags aus dem Weg zu gehen.

Stunden zogen ins Land, in denen ich versucht habe, so viel wie möglich von diesem Text doch noch zu verstehen und in eigenen Worten wieder geben zu können. Die letzten Seiten werden dann einfach mal gekürzt, im Hinblick auf die Zeitkonzeption des Referats als Gesamtwerk. Dazu dann mal noch 6 Seiten PowerPoint, dass die anderen dann gefälligst an ihre Präsentation hinten dran hängen sollen, damits wenigstens einheitlich aus sieht.

Es ward Abend, es ward Morgen und es wurde Montag. Und siehe, es war alles andere als gut, aber da musste ich nun eben durch. Montag früh um 8 Uhr am Institut für Politikwissenschaft... eine extrem schlechte Raum-Zeit-Kombination. Wie wir den Seminarraum betreten wollen, stellen wir fest: Es gibt weder Tische noch Stühle. Der Raum ist komplett leer bis auf den an der Decke befestigten Beamer.
Vom Fenster aus können wir unter einem Holzverschlag im Hinterhof Tische und Stühle ausfindig machen. Also müssen ein paar von uns aus dem Fenster klettern, weil niemand nen Schlüssel für den Hof hat, und wir tragen Tische und Stühle durchs Fenster in den Raum. Zeitweise vermute ich noch, dass das alles irgendwie versteckte Kamera sein muss, und mich jemand gewaltig verarschen will. Aber dann doch nicht.
Das Seminar beginnt ganz normal, zum Glück ist der Dozent recht locker drauf: Wenn wir früher fertig werden, ists auch nicht so schlimm.

Ein paar Referate kommen noch vor uns, und dann sind wir dran, gerade noch vor der Mittagspause. Meine Referatskollegen beginnen mit ihren Teilen und es ist der Anfang von einem Alptraum von einem Referat. Zum meinen 6 Seiten haben die anderen beiden zusammen dann noch 80 Seiten Power Point vorbereitet! Es wäre kürzer gewesen, wenn sie den Text eingescannt und vorgelesen hätten...
Das Referat beginnt mit dem Satz: "Metha-Theorien heißen die Theorien, die etwas von der Realität abgehoben sind." Das nackte Grausen läuft mir den Rücken rauf und runter, verfolgt vom blanken Wahnsinn. "Laut loslachen" oder "vor Scham im Boden versinken" ??? Als einzige Alternative blieb mir der Blick aus dem Fenster: Da waren nämlich Eichhörnchen zu beobachten, und das hat mich dann schließlich doch über weite Strecken des Referats gerettet.
Zwischendurch hab ich mir dann auch immer wieder mal ein paar Zitate von meinen Kollegen notiert: "Die Ozonschicht reißt auf und dadurch entsteht Hautkrebs!" "In der Wissenschaftstheorie spielen theoretische Begriffe eine wichte Rolle." "Theorien sind mehr fruchtbarer oder weniger fruchtbarer."
Insgesamt haben die beiden allein dann schon über ne Stunde geredet und ich konnte es nicht verstehen, warum der Prof nicht unterbrochen hat. Naja, und dann kam ich auch noch. Dadurch hatte ich zum Glück noch mehr Grund, das ganze noch weiter abzukürzen. Es war ein absolutes Drama und alle waren froh, dass danach dann gleich die Mittagspause kam.

Aber genaugenommen war das ganze Seminar ziemlich öde und unser Referat nur ein besonders wüster Höhepunkt. Das einzig gute am Ende war: die Referate wurden nicht benotet und wir bekamen die Klausurthemen schon einen Tag vorher gesagt.
Demnächst muss ich dann mal noch meinen Schein abholen...

Alles in allem ein absolut unvergessliches Ende meiner Uni-Seminars-Karriere. Demnächste sollte ich eigentlich mal noch ein Best-Of meiner bisherigen Uni-Referate davor zusammenstellen, denn da war schon auch so manches amüsante dabei.

Aber an das letzte Seminar kann doch nichts davon heran reichen.

Und die Moral von der Geschichte: Eichhörnchen sind Metha-Theorien stets vor zu ziehen!

Donnerstag, 9. April 2009

10 Jahre jünger in nur 3 Jahren!

Ich muss zugeben, es schmeichelt mir schon, dass ich allein in der letzten Woche nun schon 2mal auf Anfang 20 geschätzt worden bin! Als ich nämlich vor 3 Jahren nach meinem Auslandsjahr wieder in Tübingen angekommen bin, sprach man mich ständig darauf an, was ich denn vor meinem Studium schon alles gemacht hätte und ob ich schon verheiratet sei. Denn die Frage dürfe man jemandem Anfang 30 ja schonmal stellen, oder?
Keine Ahnung, was ich da nun in den letzten Jahren gemacht habe, dass ich nun dermaßen jünger sein soll. Vielleicht wirkt sich der übermäßige Verzehr frischer Pizza doch positiv auf den Alterungsprozess aus? Falls ich aus Versehen die Quelle ewiger Jugend entdecken sollte, seid ihr auf jeden Fall die ersten, die davon erfahren werdet. ;D

Oder vielleicht hängt es auch damit zusammen, das man mich einfach überhaupt nicht einschätzen kann. So sind meine Studienfächer für viele auch stets ein großes Rätsel und so behaupten slebst Leute die mich kennen und denen ich schon mehrmals gesagt habe, was ich eigentlich studiere immer noch felsenfest dass ich Theologie oder auch Geschichte studiere. Auf Lehramt natürlich. Unglaublich!

Naja, aber bevor ich mich hier zu sehr aufrege: ich habe mich heute aus versehen auch schon 1 Jahr älter gemacht, als ich eigentlich bin und es erst ein paar Minuten später gemerkt, dass das ja gar nicht stimmt.

Mittwoch, 11. März 2009

Amy MacDonald live

Schon ein paar Tage her, am 25.Februar um genau zu sein, da war ich Stuttgart. Gleichzeitig war da auch die Amy MacDonald in eben jener Stadt, es konnte kein Zufall sein. Also hat sie mal eben die Liederhalle klar gemacht für ein Konzert. Das war ne gute Idee, denn als das noch ein paar andere mitbekommen hatten, war die Halle auch schon ausverkauft.
Ich war dann aber doch etwas überrascht als ich ne halbe Stunde vorher reinkam: alles schon dunkel und da vorne auf der Bühne singen auch schon 2 Leute. Wie lang man denen vorher gesagt hat, dass sie auftreten sollen weiß man nicht. Er an der Gitarre kannte seinen Text und seine Griffe zumindest, während sie sich doch mühsam an Textblättern festhalten musste, um ihre Begleitung singen zu können. Möglicherweise sollte das aber auch von ihren recht kläglichen Versuchen im Takt mitzuwippen ablenken. Naja. Etwas weiter hinten auf der Bühne saßen zwei kleine Kinder und haben friedlich und still miteinander gespielt. Am Ende des Auftritts wurden zudem dann familienähnliche Strukturen zwischen Mann, Frau und Kindern sichtbar.
Was immer das also war, es war immerhin Musik und es war live.

Es war dann zum Glück auch nur die Vorgruppe von der Vorgruppe von der Amy. Als nächstes kam dann eine Gruppe names Moke, aus Holland, wie ich später recherchiert habe. Waren gar nicht mal so übel. Nur warum sie zum Auftakt gerade ein Lied gewählt hatten, in dem es im Refrain hieß "This is the end, the terrible end of everything" ... man weiß es nicht.
Letztens hab ich die Jungs nun auch schon im Radio gehört, also kann man sich den Namen ja mal ruhig merken.

Ja und dann nach einer weiteren Umbau-Phase kam sie endlich, die Amy! Relativ schlicht angezogen in schwarzen Strumpfhosen und nem grau-glitzerndem Pulli-Dingens das bis knapp über die Hälfte der Oberschenkel reichte und an der Hüfte mit nem Gürtel gebunden war. (Vielleicht kann mir ein modisch bewanderter Mensch mal sagen, wie sowas denn heißt. Rein Interesse halber, nicht dass ich sowas tragen wollte.)
Und dazu hatte sie schwarze Pumps an, die irgendwie nicht so richtig zum Outfit passen wollten. Da sie dann aber eh während des gesamten Konzert wechselnde Gitarren vor der Brust trug, war das Outfit auch nicht so entscheidend.
Insgesamt war sie total süß und sympathisch da vorne. Hat sich erstmal ganz lieb bedankt, für den Echo, den sie ein paar Tage vorher bekommen hatte, und das wir alle ihre CDs kaufen und zu ihren Konzerten kommen und dass das von ihrer Seite sehr "apreciated" ist. Und dann plaudert sie so weiter, wie sie bei der Echo Verleihung mit Bono von U2 reden konnte und es wird klar, dass da oben auf der Bühne niemand anderes als eine 21jährige steht, die plötzlich jemanden wie Bono trifft, den sie sonst nur aus Fernsehen und den Nachrichten kennt.
Ein paar Lieder später erzählt sie, locker aus dem Handgelenk, dass es sie eigentlich nervt, jetzt schon seit über 2 Jahren immer mit den gleichen 10 Liedern auf Tour zu sein und dass sie mittlerweile keins von ihrem aktuellem Album mehr hören kann. Und dass sie eigentlich viel lieber mal live ein komplettes Killers Album covern möchte, aber dass sie schon auch versteht, dass wir eben ihr Album hören wollen und dass sie schon auch stolz auf ihre Lieder ist.
Ich fands einfach geil.
An ihrem Auftritt konnte man hingegen keinerlei Abnutzungserscheinungen ausfindig machen. Stimmlich fand ich es von ihr sehr beeindruckend und klar. Gut, nach 2 Jahren Übung war das ja auch nicht anders zu erwarten.
Die 4 Jungs mit denen sie da auf der Bühne stand waren alles in Allem auch sehr ambitioniert und es erweckte zumindest den Anschein, als ob sie das gerne tun, was sie da tun.

Alles in allem hätte sie also ruhig noch ne Stunde länger weitersingen und ein Killers Album hinten dran hängen können. Ich bin immer noch begeistert und gespannt, was sie dann irgendwann mal nachlegen wird, wenn sie dann mal fertig ist, mit ihren ersten 10 Liedern zu touren. Ein paar neuere Sachen hatte sie auch schon gespielt, und das hat sich sehr vielversprechend angehört.

Und wer selber auch noch reinhören will, für die hab ich hier ne Aufnahme von eben jenem Konzert ausfindig machen können. Da erzählt sie erstmal, für wen und zu welchem Anlass sie "The road to home" eigentlich geschrieben hat.