Montag, 23. Juli 2018

Über See-Hunde und die Zeit




Zum 4.Mal erlebe ich den Sommer nun schon hier am See. Abends am See sitzen, erst schwimmen, dann lesen. Am Wochenende zum Frühstück an den See. Oder auch mal am Nachmittag an den See, aber das wird mir dann doch schnell zu heiß zur Zeit.

Am See dann auch immer wieder die selben Menschen. Menschen, die ich den Winter über kaum sehe, aber dann im Sommer fast jeden Tag. Familien, Paare, einzelne Schwimmer, die meisten schon etwas älter. Da gibt es z.B. das eine ältere Paar, dass seit vier Jahren abends immer zum Schwimmen kommt und manchmal einen fast blinden Hund dabei hatte. Letzte Woche dann aber plötzlich einen ganz jungen Hund dabei hatte, der sich noch nicht entscheiden konnte, ob er ganz begeistert vom See sein soll, oder doch lieber Angst vor dem Wasser hat.

See-Hunde gibt es hier ja auch jede Menge. Einige sind lästige Kläffer und man ist froh, wenn die mit ihren Menschen wieder weiter gezogen sind. Aber einige lustige Exemplare sind auch dabei. Wie z.B. ein großer weißer Hund, der mit Vorliebe seine Runden im See schwimmt und sich dann im Staub wälzt. Oder ein brauner Hund der sich jeweils einen großen Stock sucht, und dann von seinen Menschen gejagt werden will. Der dann aber an der Bank festgebunden wird und wenn seine Menschen im Wasser verschwinden unsäglich zu jaulen beginnt, so lange, bis sie wieder aus dem Wasser zurück sind.

Oder dann gab es auch Dackeldame Zenzi, die uralt, mit dickem Bauch undkahlen Stellen im Fell auf winzigen Füßen umhergewackelt ist. Alles in einem Tempo, bei dem jede Schildkröte in einem Rennen echte Chancen gehabt hätte.
Aber sie ist immer tapfer ihrem Menschenpaar hinterher, das jedes Jahr auch immer langsamer und wackeliger über den Steg gelaufen ist.
Dieses Jahr nun erstmals ohne Hund und deswegen sichtlich geknickt, wenn wieder jemand fragt, wo denn die Zenzi steckt.
Was mich allerdings etwas verstört: Seit sie ohne Hund kommen, kommen sie auch immer wieder mal ohne Kleidung. So wie heute Nachmittag.

Schnell vergeht die Zeit am See. 

Freitag, 18. Mai 2018

3,5 Jahre Integrationsarbeit - ein Zwischenfazit


Seit September 2014 habe ich nun in unterschiedlichen Projekten überwiegend mit Flüchtlingen zu tun. Von jungen Männern bis hin zu älteren Frauen war alles schon dabei, insgesamt waren es bisher rund 300 Migranten aus Afrika, dem vorderen Orient und Asien.
Während die Einwanderungsgegner ja wöchentlich den Untergang des Abendlandes anprangern will ich daher lieber mal berichten, wie es hier ganz konkret aussieht.

Mittlerweile treffe ich immer wieder ehemalige Schüler von mir bei der Arbeit. Wenn ich in einem Supermarkt einkaufen gehen will müsste ich mittlerweile ein gutes Stück fahren, wenn ich dort niemanden von meinen ehemaligen Schülern treffen wollen würden. Der Einzelhandel ist generell recht gut abgedeckt und die "Verkäufer/in gesucht (Vollzeit / Teilzeit)" - Plakate sind deutlich weniger geworden. Einige haben bereits die 2jährige Ausbildung im Einzelhandel erfolgreich abgeschlossen, manche wagen sich nun sogar an das dritte Ausbildungsjahr heran.
Auch im Krankenhaus würde ich auf einige Ehemalige von mir treffen und noch mehr in Altenheimen. Die 1jährige Ausbildung zum Pflegehelfer haben viele geschafft, viele arbeiten jetzt in ihren Berufen und manche machen gerade die 3jährige Ausbildung. In diesen Berufen arbeiten v.a. Leute, denen es ein wirkliches Anliegen ist, sich gerade um alte Leute zu kümmern, weil es in ihren Ländern unmöglich scheint, einen alten Menschen allein zu lassen. Was hier an Geduld und Freundlichkeit mitgebracht wird, kann wirklich Vorbildfunktion für uns Deutsche haben.

Ebenfalls im Gastgewerbe haben ein paar die 2jährige Ausbildung abgeschlossen, aber die meisten arbeiten dort als Hilfskräfte. Ähnlich sieht es in den Handwerks- und Mechaniker-Berufen aus.

Auffällig ist, dass fast alle Syrer mittlerweile einen deutschen Abschluss haben oder zielsicher darauf zusteuern. Bei den Afghanen sehe ich die Abschlussquote bei rund 60% - hier fallen etliche Analphabeten ins Gewicht, die kaum Chancen auf mehr als eine Hilfsarbeiterstelle haben. Am schwersten tun sich viele Afrikaner sowohl bei der Alphabetisierung als auch beim Überwinden der kulturellen Unterschiede. Aber dass es möglich ist, zeigen mir ein paar herausragende Beispiele.
Aber gerade die Integrationskurse, die durchschnittlich ca. 3/4 Jahr dauern, sind einfach zeitlich viel zu straff organisiert, als dass der durchschnittliche Eritreer oder Somalier da mitkommen kann. Die afrikanischen Sprachen sind oft komplett anders organisiert, manchmal gibts es eine andere Schrift  (Eritera) oder die Leute haben nie ordentlich schreiben gelernt.

Erfreulich ist aber, dass wirklich sehr viele mittlerweile Arbeit haben, auch wenn es nur Hilfsarbeiterjobs sind. Nur ganz wenige wollen tatsächlich nichts tun und "den Sozialstaat melken" , wie so gerne geschimpft wird. Wenn man sich die Familien anschaut, die hier sind, so sind vor allem die erwachsenen oder heranwachsenden Kinder beruflich auf sehr guten Wegen, was ja nun eigentlich für den Familiennachzug sprechen würde.

Aber stattdessen bleibt bei vielen die Angst vor "noch mehr" Migranten, die uns die Jobs "wegnehmen", die wir seit Jahren gar nicht haben wollen.
Unsinnig ist im Grunde auch, wenn junge Leute keine Arbeitserlaubnis bekommen, auch wenn ein Betrieb sie einstellen würde, weil es seit Jahren keinen Deutschen gibt, der dort eine Ausbildung machen möchte. Stattdessen bleibt die Stelle lieber unbesetzt und der Migrant sitzt im Flüchtlingsheim fest.

Aber die Wege des Gesetzes sind nun mal leider nicht logisch und auch nicht immer gerecht.

Von straffällig gewordenen Ehemaligen weiß ich übrigens lediglich von vieren.
Untergang und Chaos? Ich sehe da nichts am Horizont drohen. Außer wenn der nächste G20 Gipfel wieder in Deutschland stattfinden sollte.


In a world that has decided that it's going to lose its mind, be more kind my friends
Try to be more kind.


Montag, 2. April 2018

Leseliste 2018

Fast ein Jahr ist hier nun schon ohne ein Lebenszeichen von mir vergangen! Ich  hatte zwar ab und an überlegt, mal wieder etwas zu schreiben, aber am Ende dann doch keine Zeit gefunden. Hinter mir liegt immerhin mein beruflich erfolgreichstes Jahr, was natürlich viel Arbeit aber auch einige schöne Reisen mit sich gebracht hat. Viele Dinge, die ich eigentlich auch tun wollte, mussten dabei dann aber zurückstecken. Daher habe ich letztes Jahr auch verhältnismäßig wenig gelesen und das meiste als E-Book, sprich: Nicht zu Hause gemütlich im Sessel.

Anstatt hier zu zu machen habe ich mir aber vorgenommen, wieder zu schreiben. Derzeit arbeite ich auch "nur" etwa 2/3 meines Pensums vom letzten Jahr, was auf Dauer sicherlich gesünder für mich sein wird.

Aber zur Literatur: Ich habe letztes Jahr die Rivers of London für mich entdeckt: Eine Mischung aus Sherlock Holmes und Harry Potter in das heutige London versetzt. Zauberei und Wissenschaft, Tradition und moderne Technik  zusammen. Und ein Spannungsbogen, der sich erst über mehrere Bände entwickelt. Also auch wem der 1.Teil nicht so gefallen hat, empfehle ich weiterzulesen!
Diesen Herbst wird der nächste Teil erscheinen, aber mir fehlt bisher eh noch ein kompletter Roman und eine Erzählung aus der Reihe.
Außerdem habe ich mir endlich Max Frisch vorgeknüpft. Mit einem Teil seiner Tagebücher und dem Stiller bin ich schon durch und soweit wirklich begeistert. Weiter geht es mit Homo Faber und seinen übrigen Romanen, bevor dann sein dramatisches Werk dran ist.
Und mein drittes Leseprojekt werden Märchen und Sagen sein. Mit den germanischen Sagen werde ich anfangen und will dann zu 1001 Nacht. Märchen aus Australien liegen auch bereit, ebenso wie griechische und französische und dann werde ich mal sehen, wie viel Lust ich auf mehr habe.



2017:   6.459 Seiten
2016:   7.732 Seiten
2015: 10.414 Seiten
2014:   9.638 Seiten
2013:   8.145 Seiten
2012:   7.017 Seiten
2011:   9.097 Seiten 


Done:   948   

  • Ben Aaronovitch: Foxglove Summer *****
  • Philip Roth: Everyman  ****
  • Felix Dahn: Walhall. Germanische Götter und Heldensagen **



Doing:
    • Max Frisch: Romane. Erzählungen. Tagebücher ( 1502 / 1782 Seiten) ***** (2017: 717 S.)
    • Stephen King: It ( 1053 / 1169 Seiten) *****
    • Gustav Weil: Tausend und eine Nacht, Band 1 ( 113 / 565 Seiten) ***
    • Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel ( 81 / 239 Seiten) ***
    • Ralf Isau: Der Mann, der nichts vergessen konnte ( 24 / 460 Seiten) ***
      • Constanze Elter: Freiberufler. Fit fürs Finanzamt ( 167 / 228 Seiten) **** (2017: 99 S.)
      • Christine Schirrmacher: Der Islam. Band 1 ( 356 Seiten)


        To do: ( 21.121 Seiten)

        Bücher: ( 11.131 Seiten)

        - Max Frisch: Sämtliche Stücke ( 859 Seiten)
        - Fjodor M. Dostojewski: Schuld und Sühne ( 721 Seiten)
        - Gottfried Keller: Der grüne Heinrich ( 807 Seiten)
        - Theodor Storm: Der Schimmelreiter ( 146 Seiten)
        - Wilhelm Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasse ( 176 Seiten)
        - Adalbert Stifter: Abdias ( 105 Seiten)
        - Ingeborg Bachmann: Todesarten. Malina und unvollendete Romane ( 554 Seiten)
        - Ingeborg Bachmann: Erzählungen ( 598 Seiten)
        - Monika Albrecht / Dirk Göttsche (Hrsg.): Bachmann Handbuch ( 308 Seiten)
        - Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege ( 909 Seiten)
        - Brian Moore: Schwarzrock ( 265 Seiten)
        - Ngugi wa Thingo'o: Wizard of the Crow ( 768 Seiten)
        - Jesús Díaz: Die Initialen der Erde ( 507 Seiten)
        - Augusto Roa Bastos: Ich, der Allmächtige ( 464 Seiten)
        - Herfried Münkler (Hrsg.): Politisches Denken im 20. Jahrhundert ( 379 Seiten)
        - Péter Esterházy: Harmonia Caelestis ( 921 Seiten)
        - Milan Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ( 373 Seiten)
        - Wilhelm Busch: Und überhaupt und sowieso. Reimweisheiten ( 160 Seiten)
        - Gregor Piatigorsky: Mein Cello und ich und unsere Begegnungen ( 221 Seiten)
        - Ralf Isau: Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz ( 500 Seiten)
        - K.L. McCoy: Mein Leben als Fön ( 204 Seiten)
        - Anneliese Löffler (Hrsg.): Märchen aus Australien. Traumzeitmythen der Aborigines ( 255 Seiten)
        - Georgios A. Megas (Hrsg.): Griechische Volksmärchen ( 304 Seiten)
        - Ré Soupault (Hrsg.): Französische Märchen. Volksmärchen des 19. und 20. Jahrhunderts ( 279 Seiten)
        - Christine Schirrmacher: Der Islam. Band 2 ( 348 Seiten)


        E-Books: ( 9.990 Seiten)

        - Ben Aaronovitch: The Hanging Tree ( 400 Seiten)
        - David Mitchell: Cloud Atlas ( 545 Seiten)
        - Sir Arthur Conan Doyle: The Complete Sherlock Holmes ( 1877 Seiten)
        - Virginia Woolf: The Complete Novels ( 1242 Seiten)
        - W. Somerset Maugham: Of Human Bondage ( 624 Seiten)
        - Jules Verne: Die Reise nach dem Mittelpunkt der Erde ( 273 Seiten)
        - Victor Hugo: Der Glöckner von Notre Dame ( 468 Seiten)
        - Stendhal: Rot und Schwarz ( 481 Seiten)
        - Leo Tolstoi: Krieg und Frieden ( 1645 Seiten)
        - Stefan Zweig: Gesammelte Werke ( 800 Seiten)
        - Gustav Weil: Tausend und eine Nacht, Band 2 ( 577 Seiten)
        - Gustav Weil: Tausend und eine Nacht, Band 3 ( 557 Seiten)
        - Gustav Weil: Tausend und eine Nacht, Band 4 ( 501 Seiten)

        Samstag, 15. April 2017

        Ostern




        Da meine Kursteilnehmer überwiegend Moslems sind, kommt es da immer wieder zu Diskussionen über den Glauben. Und es gibt da ja auch viele Gemeinsamkeiten, nicht nur weil die monotheistischen Religionen einen gemeinsamen Ursprung haben.

        Fast alle Gespräche kommen dann aber doch zu den Unterschieden, bzw. zu dem großen Unterschied: Die Rolle die Jesus einnimmt. In diesem Punkt ist der Islam viel logischer: Warum sollte Gott Mensch werden und sterben? Allah ist groß und allmächtig. Er vergibt oder bestraft wie er will und wann er will, weil es niemanden gibt, der höher steht. Er ist das Gesetz. Das ist völlig logisch und nicht besonders schwer zu verstehen.

        Aber ich glaube an den Gott, der auf die Erde gekommen ist, um uns Menschen wieder nah zu sein. Der Gott, der seine Stärke aufgegeben hat, um den Schwachen zu helfen. Der Gott, der gestorben ist, damit wir die Chance auf ein neues Leben haben.
        Ich glaube an den Gott, der Hierarchien durchbrochen hat. Der vorgelebt hat, damit wir nachfolgen können. Ein Gott, der nicht für die Willkür eines Herrschers, sondern zu seinem Wort steht.
        Ein Gott, dessen Logik höher ist als menschliche Logik, und den wir daher nie vollständig verstehen können. Aber dem es sich lohnt nachzufolgen, weil die Welt dann zu einem besseren Ort werden kann. 
        Indem wir wissen, dass wir gut sind, so wie wir sind. Dass wir geliebt werden, so wie wir sind. Dass es für Fehler Vergebung gibt.
        Indem wir auch nicht mehr nur für uns leben, sondern uns selber auch mal zurücknehmen können, um anderen Leuten zu helfen.

        "Und schwarz wird zu grau, wird zu rot, wird zu Licht." (M.W.) - Auch heute Nacht wieder. Frohe Ostern!

        Mittwoch, 5. April 2017

        Leseliste 2017


        2016 war ja ein turbulentes Jahr. Nach vielen Gedanken über die Arbeit im September der Schritt in die Selbständigkeit - da wundert es nicht, dass ich den Kopf oft nicht frei hatte, um einfach mal einen Abend entspannt lesen zu können.
        Dazu kommt, dass auch einfach weniger Zeit fürs Lesen bleibt, wenn meine Laufrunden jetzt bis zu 3 Stunden dauern oder ich den halben Tag in den Bergen herumlaufe. 
        Aber da ich mit diesen Entwicklungen in meinem Leben sehr zufrieden bin, nehme ich es in Kauf, dass andere Hobbys eben kürzer treten müssen.
        Wenn ich auf die Liste vom letzten Jahr schaue, dann waren da auch nicht so viele Bücher dabei, die mich richtig reingezogen haben, so dass man sie kaum noch weglegen konnte. Vargas Llosa hat mich eher enttäuscht und ich bin mit meinem Spanisch auch immer wieder an Grenzen gestoßen. Ein paar kostenlose Krimis hab ich mir zur leichten Sommerunterhaltung als E-Books geholt und war auch nur mäßig begeistert. Die Romantiker und die englischsprachigen Klassiker konnten mich da schon mehr begeistern.
        Für dieses Jahr freue ich mich auf ein paar Franzosen und Südamerikaner. Als nächstes steht aber auch ein Japaner auf dem Programm. Kleist habe ich mir auch fest vorgenommen. Und dann schauen wir mal, worauf ich spontan Lust bekomme.



        2016:   7.732 Seiten
        2015: 10.414 Seiten
        2014:   9.638 Seiten
        2013:   8.145 Seiten
        2012:   7.017 Seiten
        2011:   9.097 Seiten 


        Done:  6.459 Seiten  

        • Miguel de Cervantes Saavedra: Don Quijote  **** 
        • Heinrich von Kleist: Werke  ***
        • Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen  ****
        • Rüdiger Safranski: Wieviel Wahrheit braucht der Mensch  *** 
        • Erich Fromm: Haben oder Sein  ****
        • Der Koran ( 438 / 522 Seiten) (2016: 161S.)
        • Klaus H. Dieckmann: Mein geliebtes Persisch **
        • Haruki Murakami: Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah ****
        • Haruki Murakami: Von Männern, die keine Frauen haben ****
        • Diverse: Kurzgeschichten für Zwischendurch ***
        • Albin Zollinger: Der Fröschlacher Kuckuck **
        • Albin Zollinger: Pfannenstiel **
        • Albin Zollinger: Der halbe Mensch  *
        • Albin Zollinger: Gedichte ***
        • E. Sawyer: Kalktown Stories **
        • Wilkie Collins: The woman in white  ***
        • Ben Aaronovitch: Rivers of London ***
        • Ben Aaronovitch: Moon over Soho ****
        • Ben Aaronovitch: Whispers Under Ground ****
        • Ben Aaronovitch: Broken Homes *****


        Doing:
        • Max Frisch: Romane. Erzählungen. Tagebücher ( 717 / 1782 Seiten) ****
        • Ben Aaronovitch: Foxglove Summer ( 116 / 385 Seiten)
        • Constanze Elter: Freiberufler. Fit fürs Finanzamt ( 99 / 228 Seiten) ****
        • Christine Schirrmacher: Der Islam. Band 1 ( 356 Seiten)


        To do: ( 22.765 Seiten)

        Bücher: ( 11.797 Seiten)

        - Max Frisch: Sämtliche Stücke ( 859 Seiten)
        - Fjodor M. Dostojewski: Schuld und Sühne ( 721 Seiten)
        - Gottfried Keller: Der grüne Heinrich ( 807 Seiten)
        - Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel ( 206 Seiten)
        - Theodor Storm: Der Schimmelreiter ( 146 Seiten)
        - Wilhelm Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasse ( 176 Seiten)
        - Adalbert Stifter: Abdias ( 105 Seiten)
        - Ingeborg Bachmann: Todesarten. Malina und unvollendete Romane ( 554 Seiten)
        - Ingeborg Bachmann: Erzählungen ( 598 Seiten)
        - Monika Albrecht / Dirk Göttsche (Hrsg.): Bachmann Handbuch ( 308 Seiten)
        - Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege ( 909 Seiten)
        - Brian Moore: Schwarzrock ( 265 Seiten)
        - Ngugi wa Thingo'o: Wizard of the Crow ( 768 Seiten)
        - Jesús Díaz: Die Initialen der Erde ( 507 Seiten)
        - Augusto Roa Bastos: Ich, der Allmächtige ( 464 Seiten)
        - Herfried Münkler (Hrsg.): Politisches Denken im 20. Jahrhundert ( 379 Seiten)
        - Péter Esterházy: Harmonia Caelestis ( 921 Seiten)
        - Milan Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ( 373 Seiten)
        - Wilhelm Busch: Und überhaupt und sowieso. Reimweisheiten ( 160 Seiten)
        - Gregor Piatigorsky: Mein Cello und ich und unsere Begegnungen ( 221 Seiten)
        - Ralf Isau: Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz ( 500 Seiten)
        - Ralf Isau: Der Mann, der nichts vergessen konnte ( 460 Seiten)
        - K.L. McCoy: Mein Leben als Fön ( 204 Seiten)
        - Anneliese Löffler (Hrsg.): Märchen aus Australien. Traumzeitmythen der Aborigines ( 255 Seiten)
        - Georgios A. Megas (Hrsg.): Griechische Volksmärchen ( 304 Seiten)
        - Ré Soupault (Hrsg.): Französische Märchen. Volksmärchen des 19. und 20. Jahrhunderts ( 279 Seiten)
        - Christine Schirrmacher: Der Islam. Band 2 ( 348 Seiten)


        E-Books: ( 10.968 Seiten)

        - Ben Aaronovitch: The Hanging Tree ( 400 Seiten)
        - Stephen King: It ( 1169 Seiten)
        - David Mitchell: Cloud Atlas ( 545 Seiten)
        - Sir Arthur Conan Doyle: The Complete Sherlock Holmes ( 1877 Seiten)
        - W. Somerset Maugham: Of Human Bondage ( 624 Seiten)
        - Jules Verne: Die Reise nach dem Mittelpunkt der Erde ( 273 Seiten)
        - Victor Hugo: Der Glöckner von Notre Dame ( 468 Seiten)
        - Stendhal: Rot und Schwarz ( 481 Seiten)
        - Leo Tolstoi: Krieg und Frieden ( 1645 Seiten)
        - Stefan Zweig: Gesammelte Werke ( 800 Seiten)
        - Felix Dahn: Walhall. Germanische Götter und Heldensagen ( 486 Seiten)
        - Gustav Weil: Tausend und eine Nacht, Band 1 ( 565 Seiten)
        - Gustav Weil: Tausend und eine Nacht, Band 2 ( 577 Seiten)
        - Gustav Weil: Tausend und eine Nacht, Band 3 ( 557 Seiten)
        - Gustav Weil: Tausend und eine Nacht, Band 4 ( 501 Seiten)

        Dienstag, 10. Januar 2017

        Wintersport


        Und auch in das Jahr 2017 bin ich mit einer neuen Herausforderung gestartet: Langlauf!





        Wenn ich nun schon hier am Alpenrand wohne und das nächste Skigebiet wirklich nicht weit entfernt liegt, habe ich dieses Jahr nun einfach gewagt und mir eine Skiausrüstung gekauft, die ich dann auch gleich ausprobiert habe.
        Gut 20 Jahre ist es her, dass ich im Skilager in der Schule in die Loipe musste und seitdem nicht mehr. Dafür waren die ersten 45 Minuten in der Loipe auch gar nicht so peinlich, und die 2 Stürze und ein paar unbeholfene Versuche vertretbar. Denn leider bin ich auch direkt auf die falsche Loipe geraten... Ich hatte mir ja extra eine einfache kleine Runde für den Anfang ausgesucht und mir auf der Karte angeschaut, wo ich hin muss: Den Berg hoch zu diesem Dorf, dann rechts und bis zum Parkplatz. Keine 15 Minuten mit dem Auto, also die besten Voraussetzungen, um das regelmäßig zu machen. Wie ich jetzt weiß, bin ich dann allerdings im falschen Dorf, nämlich ein Dorf zu früh, rechts abgebogen. Aber hier im bayerischen Oberland scheint es egal zu sein, in welchem Dorf man rechts abbiegt: Irgendwann kommt ein Parkplatz mit einer Loipe.
        Doch statt 2 Kilometer blaue Loipe mit 27 Höhenmeter, bin ich frohen Mutes auf eine 9 km lange schwarze Loipe mit 160 Höhenmeter gestiegen. Da es nicht der Start der Loipe war, sondern mitten drin in der Runde, gab es auch zunächst kein Schild und ich bin fröhlich drauf los. Als es dann immer schneller bergab ging und ich mich der Frage stellen musste, wie ich eigentlich bremsen kann, erschien mir die Landung auf dem Hintern doch gar keine so schlechte Abwechslung. Als ich dann an eine Abzweigung kam, konnte ich dann endlich auf einem Schild sehen, dass ich mich auf einer schwarzen Loipe befand. Zurück konnte ich da nun auch nicht mehr so einfach, denn es handelte sich um eine Einbahnstraße. Aber die rote Loipe, die meinen Weg kreuzte, führte mich auch zurück, aber nicht ohne noch eine Abfahrt inklusive kleiner Bodenwelle und einer Kurve. Eine weitere Gelegenheit, um sich mal kurz in den Schnee zu setzen.

        Mittlerweile weiß ich nun auch, wo meine blaue Loipe gewesen wäre und ich bin guten Mutes, dass ich da bei der nächsten Gelegenheit einen neuen Versuch wagen werde. Denn für morgen und übermorgen gibt es ja schon wieder eine Unwetterwarnung wegen Sturmböen und Schneefall.

        Dienstag, 20. Dezember 2016

        Alles, was wir tun können




        People are dying.

        I close my blinds.





        Gestern Abend habe ich über Facebook Postings auch mitbekommen, was in Berlin passiert ist. Ich habe die Schlagzeilen gelesen und dann weiter geklickt. Ich wollte keine Details wissen, keine Sondersendung sehen und den aktuellen Stand der Todesopfer nicht wissen.

        Genauso habe ich das gemacht, als ich von Anschlägen in Masar-i-Sharif gehört habe. Oder in Mogadischu. Oder Bilder von Aleppo. Oder ich weiß mehr wo das war.
        Und in Spanien gibt es gerade Überschwemmungen.

        Es ist zu viel. Ich brauch keine Bilder von Trümmern mehr. Von weinenden Menschen. Von fassungslosen Trauernden mit Blumen und Kerzen. Und ich brauche auch keine Diskussionen über Schuld und Maßnahmen und die öffentliche Meinung.

        Versteht mich nicht falsch: Wenn so etwas passiert, will ich die Schlagzeilen lesen. Ich will die Information bekommen.
        Aber dann will ich auch wieder los lassen. Ich will nicht hilflos rumsitzen und mir neue Details und Spekulationen antun. Gebt mir zu Beginn die Information - und am Ende einen Bericht. Das reicht.

        Bei manchen Attentaten und Unfällen klappt das doch genau so. Man hört die Nachricht, nach einer Weile wird recherchiert darüber berichtet, und dann ist es auch wieder vorbei.
        Ich muss und ich kann nicht um Leute trauern, die ich nicht kenne, egal ob die in München, Berlin , Paris oder Mogadischu gestorben sind.
        Die Menschen die Angehörige und Freunde verloren haben, sollen in Ruhe trauern können. Dazu brauchen sie mich nicht. Und den Rest der Öffentlichkeit auch nicht.

        Ich will einfach nicht mein Profilbild ändern, weil ich den zahlreichen Opfern dadurch nicht gerecht werden kann, die es täglich gibt. Weil es zu viel wäre, verzichte ich lieber ganz.

        Wenn es hier vor der Haustür passiert, würde ich raus gehen und helfen so gut ich kann.
        Aber ich bin weit weg.

        Gestern Abend habe ich also nicht weitergeklickt und weitergelesen. Ich war erst traurig, habe den Computer ausgemacht und war dann froh, dass ich vor dem Ofen sitzen und eine warme Tasse Tee trinken kann, während 4 Kerzen am Adventskranz brennen.

        Viele Leute in Berlin konnten sich gestern Abend nicht mehr freuen, das ist leider wahr.
        Aber ich konnte das für sie übernehmen. Denn was hätte ich sonst tun können?


        All we can do is keep breathing