Donnerstag, 30. Dezember 2010

CDs des Jahres

Da es dieses Jahr nun wirklich nicht mehr lange macht (früher waren die ja wirklich mal viel länger... diese neuen Jahre sind irgendwie alle nix mehr), will auch ich wieder mal einen kurzen musikalischen Rückblick wagen. Und gerne hätte ich jetzt auch eine Top10 präsentiert... aber tatsächlich hab ich mir letztes Jahr gerade mal 7 CDs geleistet. Die Wirtschaftskrise und das Ende des Pizzabackens haben eben doch ihre Spuren hinterlassen. ;)

Also, hier meine Top 7 für 2010:

7. Milow - Maybe next year (live)
Für gewöhnlich mag ich Live Alben nicht so sehr: Lieder die man schon kennt, oft in etwas schlechterer Qualität, aber dafür mit begeistertem Kreischen weiblicher Fans. Aber so ist es bei Milow nicht: viele Nummern bekommen live ein ganz anderes Gesicht (siehe z.B. Darkness ahead and behind) oder sind gut gerne mal doppelt so lang ohne sich einfach zu wiederholen. Das Konzert in Stuttgart war klasse und daher auch mit voller Überzeugung Geld hierfür ausgegeben. Bin gespannt auf sein neues Album nächstes Jahr, das das erste nach dem internationalen Erfolg sein wird.

6. Wallis Bird - New Boots
Das 2.Album der in Mannheim lebenden jungen Irin hat mich überzeugt. Egal ob sie davon singt, dass die das Leben bis auf die Knochen liebt, oder vom Tag an dem Maria starb, man glaubts ihr. Ihr Stimme erinnert gerade bei den Live Titeln an eine junge Joe Cocker - mit dem Unterschied, dass sie Gitarre spielen kann. Und das obwohl sie nur 9 Finger hat. Und dann dreht sie die Gitarre eben einfach um, wenn die linke Hand nicht entsprechend ausgestattet ist. Und wen störts dann schon, dass die tiefen Seiten eben mal unten sind und nicht oben. Mich jedenfalls nicht.

5. Philipp Poisel - Bis nach Toulouse
Lange Zeit war ich hin und hergerissen von dem jungen Stuttgarter: einerseits schönes Liederschreiben, andererseits die Stimme. Dann kam die erste Single und ich dachte nur: Wie soll ein Mensch das ertragen? Und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, warum ich letztlich dann doch ins ganze Album reingehört habe und es gezündet hat. Da singt er mit brüchiger Stimme begleitet von ner recht simplen Melodie auf dem Klavier, dass es eben keine andere gibt ausßer der einen. Oder dann schickt er aus Toulous einen Gruß, in Marseille sei es auch okay, oder er taucht sonstwo in französische Fluten... und
irgendwie packts mich doch.

4. Mumford & Sons - Sigh no more
Und plötzlichen waren da Banjos, Mandolinen und Dobros auf dem Hasenbühl zu hören! Gar nicht so familientauglich wie der Bandname vermuten könnte haben die Jungs aus England ein eher ruhiges Album gemacht, dass man an der richtigen Stelle dann aber doch laut aufdrehen kann um es alle wissen zu lassen: I REALLY FUCKED IT UP THIS TIME, DIDN'T I MY DEAR!? Und yeah, was solls dass sich 3 von max. 4 Mitbewohnern letztes Jahr von einem gewissen F-Wort gestört gefühlt haben. Da seufze ich doch schon gar nicht mehr. Denn die Texte auf diesem Album finde ich großes Kino: As the winter winds litter London with lonely hearts...

3. Robert Francis - Before Nightfall
Das Milow-Konzert hatte auch eine Vorgruppe. Mancher treue Leser erinnert sich womöglich an meinen damaligen Bericht. Sein Lieder über Käfer die im Juni (oder möglicherweise auch im Mai?) auftauchen hört man am besten nicht vor, sondern nach Sonnenuntergang. Und ein Glas Wein dazu ist auch nicht verkehrt. Der gute Robert wäre dann damit auch der einzige Amerikaner unter meinen neuen CDs, neben Belgien, Irland, England und was jetzt eben nur noch kommt: Deutschland.

2. Gisbert zu Knyphausen - Hurra! Hurra! So nicht.
Nicht nur weil er im strömenden Regen in Tübingen auf dem Marktplatz gespielt, sondern weil er ein erstklassiges 2.Album fertiggstellt hat! Da erzählt er vom Hamburger Hafen in heißen Sommernächten (ich erwähnte es im Sommer bereits), von seltsamem Licht, morschem Holz, Gespenstern und Autobahnrastplätzen. Und natürlich, dass sich die Melancholie ins Knie ficken soll. Eigentlich war ich auch nie ein Freund der Trompete, aber was die da macht, am Ende von seinem "Dreh dich nicht um" ... Hurra! Hurra! Für mich neu entdeckt 2010!

1. Wir sind Helden - Bring mich nach Hause
Altbewährtes auf der Nummer 1. Aber gerade weil sie nochmal neue Seiten an sich gesucht und gefunden haben. Da haben sie wirklich ordentlich was nach Hause gebracht: Emotionale Abgründe beim Swinger Sex (ganz ohne F-Wort kommen sie aus!), Komapatienten, Dramatiker; ne gute Mischung aus fröhlich-schnell und nachdenklich-leise. Ein Album, in das man ruhig 2 bis 3 mal reinhören sollte, bevor man ein Urteil fällt. Und mir gefällts.


Das wars! Die erste CD fürs nächste Jahr hab ich schon bestellt (ne irische Band zur Abwechslung mal wieder). ^^

Montag, 20. Dezember 2010

Nun sag, wie hast du's mit der Religion?

Was Weihnachtliches wäre hier wohl zu erwarten gewesen. Aber das zu Erwartende hab ich ja noch nie gemocht. Außer vielleicht dann, wenn es keiner mehr erwartet hätte?

Zeit ist es längst für eine Standortbestimmung, wie ich es denn nun halte, mit der Religion. Denn ich hielt es ja mal ganz gut. Aber das war einmal. Ich war mal religiös, ich bin es nicht mehr.
Ich bin gläubig. Ich bin Christ. Und es gibt keinen Grund, um mein Seelenheil zu bangen, denn das ist in trockenen Tüchern schon längst.

Ich war mal religiös. Dann bin ich dazu auch noch gläubig geworden und blieb es beides viele Jahre lang. Doch zuletzt konnte ich mich von der Religion verabschieden, die all zu oft dem Glauben doch nur im Weg steht.

Denn so unterschiedlich die christlichen Denominationen auch sein mögen, sie brauchen vor allem eines: Regeln. Unendlich viele Regeln.
Da gibt es formale Regeln: regelmäßige Gottensdienste und Gebetstreffen und Kleingruppen usw.
Und dann gibt es soziale Regeln: Das darf man nicht, und wenn dann erst nachdem man das und das... Da braucht man das Wort "Sex" noch nicht mal zu bequemen, denn es fängt schon an, dass Pastoren das Gespräch mit einem suchen werden wenn man so Sachen macht wie in einer "gemischten WG" zu wohnen.
Interessanterweise scheinen formale und soziale Regeln of indirekt proportional zu sein: Wo die Gottesdienstformen freier sind, wird sozial umso genauer geschaut, und wo man in den Lebensformen liberaler wird, wird der Gottesdienst umso penibler durchorganisiert: strenge Liturgie und nur mit bestimmter jahrelanger Ausbildung darf man dann noch einzelne Worte im Gottesdienst sagen oder einzelne Handlungen tun, wie z.B. einen Kelch mit Wein an jemand anderen weitergeben. Im Großen und Ganzen tauscht man eigentlich nur noch einzelne Bausteine im Jahresrhythmus aus und man bekommt ein 100% überraschungsfreies meditatives Kirchenjahr, begleitet von einem 300 Jahre alten Soundtrack.

Man merkt hier, dass letzteres noch nie meins war. Also hab ich mich lange für den anderen Weg entschieden, weil mir der nicht so einengend vorkam. Es war nicht offensichtlich genug. Und es gab ja auch zahlreiche Möglichkeiten sich ein Stück in der "Hierarchie" nach oben zu arbeiten, um dann selbst auch ein wenig Regeln verbreiten zu können.
Zweifelsohne war auch viel Gutes dabei in dem was ich in entscheidenden Situationen gesagt und getan habe. Wenn die Motivation eine Gute ist und man seine Überzeugung auch konsequent umsetzen will, dann braucht man hinterher auch nichts zu bereuhen. Und das tue ich nicht.
Weiter halte ich es auch nicht für ungewöhnlich, in seinen 20ern eine Überzeugung zu korrigieren.

Denn eigentlich ist uns doch schon gesagt, was wir alles für Regeln brauchen: eine nämlich. Die radikalste. Die da lautet: Seid gut zueinander. (um mal so Begriffe wie "Liebe", "Nächster" und "Feinde" auszusparen).
Seid gut zueinander! Schlichter Grundsatz, an dem wir alle wohl täglich scheitern; mehrmals.
Aber weil uns vergeben wird, können wir es jeden Tag neu versuchen.
Wir brauchen keine kompensatorischen Regeln, die uns das Gefühl geben, doch etwas erreichen zu können, wenn wir die nur einhalten. Oder um uns besser vergleichen zu können, wer denn nun heiliger ist, und wer Aufgaben übernehmen darf und wer (noch) nicht. Denn sicherlich können und sollen wir die Schritte gehen, die uns möglich sind auf dem Weg zum "guten Menschen". Aber den ganzen Weg, den wir bis dahin nicht schaffen, bekommen wir geschenkt.

Also müssen wir uns gegenseitig nichts vorschreiben. Wir sollen sehr wohl auch unbequeme Sachen zueinander sagen, wenn wir denken, dass es dem anderen gut täte. Aber das darf nicht mit Sanktionen verbunden sein, denn letztlich zählt nicht das bloße befolgen der Regeln, sondern die Überzeugung, wenn sie dahinter steckt.
Und andererseits sollen die Gottesdienste kein verplantes Pflichtprogramm sein, sondern eine Zeit, die uns gut tut. Und was nützt ein vollgestopfter Terminplan mit Chorproben, Gottesdienstvorbereitungen und Gebetstreffen, wenn man dann nur noch Zeit hat für diejenigen, die den selben vollgestopften Terminplan haben?

Ich bin nicht religiös. Ich bin gläubig.
Und letztlich ist aus diesem Text doch auch noch etwas geworden, was man an Weihnachten mal so sagen kann.

Schöne Feiertage!


Donnerstag, 16. Dezember 2010

Nur nicht den Mund aufmachen...

Bei manchen Leuten muss man einfach feststellen: Hünsch schaust du aus, aber den Mund, den hättest du besser zubehalten. Wasin so einer Caféteria alles an Studentinnen herumstöckelt... das ist schon hart an der Grenze ab und an.

Heute erst war ich wieder mal damit beschäftigt, bei einer Kaffeemaschine Milch nachzufüllen (Tipp: nur die hinterste Maschine im Clubhaus hat "richtige" Milch! alle anderen arbeiten mit Milchpulver!). Auf jeden Fall ist das gar nicht so einfach aus einem 5 Liter Plastikschlauch Milch in eine Wanne unter der Maschine zu gießen und ich bin jeweils froh, wenn die Sauerei auf einem minimalen Level bleibt.
Und Schaulustige zieht die Aktion auch jeweils an, was ja auch ok ist. Denn wer weiß heute schon noch, wie Milch ausschaut??? Da es also ne kleine Milchpfütze am Boden gab ich also schnell los ein Tuch holen. Und in der Zwischenzeit stellt sich diese Person, die vorher mit offenem Mund den Nachfüllvorgang verfolgt hat, direkt mal mitten in die Milch rein. Und als ich dann mit dem Tuch komme: "Jetzt hab ich das ja am Schuh! Ihhh..." Und dann kommts: "Was ist das? Ist das Milch?"
Nein, das ist Albinokatzenpisse die wir da aufschäumen und im Kaffee verkaufen. Hab ich aber nicht gesagt. Ebensowenig wie ich ihr die Schuhe abgewischt habe. Gehts eigentlich noch?

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Richtig oder reaktionär?

Die deutsche Sprache... ich mag sie! Irgendwie. :)

Manchmal jedoch, wenn ich sie lese oder höre, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Entweder weil sie falsch gebraucht wird. Aber manchmal muss ich mich auch vehement gegen die Grammatik wehren. Eine sehr zwiespältige Sache.
Ich meine, wir sprechen ja nun heute nicht mehr so wie das früher Luther oder Goethe getan haben. Da hat sich einiges verändert, nicht nur Wortwahl und Rchtschreibung. Sprachwandel nennt man das, und das ist auch gut so. Eine lebendige Sprache wird durch diejenigen geprägt die sie sprechen, und nicht nur durch Regeln, die mal festgelegt worden sind.
ABER: Das kann man ja auch beeinflussen. Gegen was wehrt man sich? Welche Fehler will man immer wieder korrigieren und richtig stellen?

An 2 Beispielen möchte ich das mal veranschaulichen, wie es mir da geht:

Einerseits der Imperativ.
Da hab ich nun schon sehr häufig gehört und gelesen, wie da statt der eigentlichen Form einfach der Verbstamm des Indikativs benutzt wird. Und jedes Mal ziehen sich dabei meine Schulterblätter am Rücken zusammen.
Da singt ein Philipp Poisel (ansonsten mag ich ihn sehr) also im Radio: "Werf dich in jede Figur!"
Da sagt einem der Chef: "Geb mir das mal rüber!" oder "Nehm mir das mal ab!"
Da liest man in Anzeigen: "Treff dich mit Freunden!"
Und in mir schreit alles: NEIN! Wirf! Gib! Nimm! Triff!

Andererseits "während + Genitiv".
Eigentlich müsste es heißen:
Während des Essens... Während des Fernsehens... Während des Tanzens... Während des Einschenkens...
Und jedes mal wenn ich das sagen soll, kommt es mir vor, als würde sich meine Zunge im Mund dagegen wehren. Während dem Essen. Während dem Fernsehen. Während dem Tanzen. Während dem Einschenken. Es kommt mir viel leichter über die Lippen, und ich möchte es uneingeschränkt beim Sprechen bevorzugen.

An dieser Stelle bin ich sehr froh, dass ich kein Lehrer werde und somit nicht in der Verantwortung stehen werde: was korrigiere ich bei meinen Schülern, und was nicht.
Generell halte ich es zwar für wichtig, die eigentlich richtigen Formen zu kennen (um sie dann v.a. auch in Magisterarbeiten verwenden zu können), aber wie im "während" - Fall möchte ich mich auch bewusst dagegen entscheiden im Alltag.

Ist es nun zu einfach, das eine dem Sprachwandel zuschreiben zu wollen, und gleichzeitig dem anderen diese Stellung nicht einzuräumen? Oder ist es einfach nur Luxusproblem, weil in keinem Fall Verständigungsschwierigkeiten auftauchen sollten?

Sprache an sich ist ja keineswegs individuell... Sprachgefühl allerdings schon.
Und ich genieße den Vorzug der Literatur, oft einfach über allen Regel stehen zu können. Am Ende ist es dann eben ein Stilmittel, das da eingesetzt wird. ;)

Donnerstag, 25. November 2010

Wer sucht, der sucht und sucht und sucht

An alle Freunde üppiger Kurven und sonstige Schaulustige, die schon immer mal sehen wollten, wie ich in einem viel zu engen weißen Polo-Hemd auf einen Hocker steige um Kaffebohnen nachzufüllen: es gibt schlechte Nachrichten! Ja, denn ich habe nun Arbeitskleidung bekommen, die 2 Nummern größer ist! Yay for me!
Und außerdem funktioniert die Spülmaschine auch wieder einwandfrei! Nachdem das Zuflussrohr für klares Wasser mit Laub verstopft war... ich vermute einen dreisten Sabotageakt!

Also alles prima? Nicht ganz... da gibt es ja noch die Uni. Und wieder mal ist es das Drama um den 2.Prüfer der sich nicht finden lassen will. ARGH!
"Ihr Thema finde ich sehr spannend und ich würde das auch gern machen... nur habe ich im Sommer ein Freisemester und kann Ihnen nicht versprechen, dass ich vor August dazu kommen werde." Große Klasse....
Was tun?
- Warten aufs Examenzeugnis bis ca. Oktober 2011 ?
- Alternativprüfer A, den ich nicht kenne und den meine Hauptprüferin nicht leiden kann ?
- Alternativprüfer B, die ich nicht kenne, von der ich nur negatives gehört habe und mit der meine Hauptprüferin in einem zweifelhafen Verhältnis steht ?
- Studium schmeißen und hauptberuflich Kaffebohnen nachfüllen ?

Und warum ist das überhaupt bei mir immer so ein Drama mit 2.Prüfern? Ich hab gehört, dass andere auch schon einfach automatisch jemanden zugeteilt bekommen? Warum renne ich immer wieder durch die Gegend? Weil ich die Bewegung dringend nötig habe?
Gut... letzteres mag stimmen... aber denkt daran: ich kann euch auch mal gewaltig auf Trab halten, indem ich "aus Versehen" überall Espressobohnen nachfülle!

Sonntag, 21. November 2010

9 Monate

Man lernt neue Leute kennen lernt, und damit meine ich nun nicht flüchtige Bekannte, sondern Menschen, die man Freunde nennen möchte. Man trifft sich, unternimmt Sachen zusammen, wird in den Gesprächen vertraulicher. Und dann verläuft es sich auch wieder. Weil die Interessen doch anders gewichtet sind, weil die Zeit fehlt, weil man die Macken des anderes auf Dauer doch nicht so gut ertragen kann, weil einer was Dummes gemacht oder gesagt hat, weil warum auch immer: Es verläuft sich. Kommt vor. Man hat irgendwann einfach nicht mehr das Bedürfnis, sich beim anderen zu melden, der sich auch nicht mehr meldet. Ist schon ok.

Und letztens ist mir aufgefallen, dass sowas häufiger nach einem 3/4 Jahr passiert. Mir zumindest.
Man lernt Leute im Frühling kennen, trifft sich Sommers zum Eis essen und geht im Winter wieder getrennte Wege. Oder man lernt sich im Winter kennen, freut sich dann über gemeinsamen Kaffee in der stärker werdenden Sonne und es verläuft sich langsam im Sommer wieder.

Ic:

Mittwoch, 17. November 2010

Willkommen im Club

Neuer Job! Yeah! Relativ spontan hab ich mich da einfach mal auf nen Aushang gemeldet, und 2 Tage später sollte ich dann auch schon anfangen, in der Caféteria im Clubhaus!
Die Facts: 33% höherer Stundenlohn (im Vergleich zum letzten, bereits einmal erhöhten Gehalt). Dafür trage ich nun Geschirr und Getränkeflaschen durch die Gegend und darf 3 Kaffeeautomaten warten und frische Bohnen auffüllen.
4mal die Woche steh ich da nun bis Februar also frühs um 9h auf der Matte... und wenn ich dann im Anschluß direkt nebenan in die Bibliothek gehe, fang ich im Durchschnitt wohl immer noch früher mit der Arbeit an der Magisterarbeit an. Was will man also mehr.
Und Kaffee bekomm ich nun auch umsonst. Und Kuchen, und Kekse und ab und an auch mal ein Päckchen Frischkäse. Und wer weiß, was noch alles abfällt. ^^

Ansonsten ist mein erster Eindruck recht positiv. Allein die Tatsache, wie viele Studenten frühs um 10h schon ihr erstes Bier trinken, beunruhigt mich ein wenig. '°_°

Und aufhorchen dürfen auch alle, die auf neue Veröffentlichungen von mir warten! Schonmal was vom Jahrbuch für das neue Gedicht gehört? Muss man auch nicht. Hab ich vorher auch nicht. Und der Verlag ist auch ein wneig fragwürdig. Aber ich hab mich trotzdem mal -kostenlos- beworben mit einem meiner Werke (kein neues, aber eine neue Version)... und bin genommen worden. Seitdem bekomm ich nun ständig Post, dass ich mir den 1000 seitigen Schmöker nun doch auch unbedingt selber zulegen muss und ihn noch mindestens 10 mal verschenken soll.
Ich mein, auch mit meinem neuen Job arbeit ich doch nicht stundenlang, um dann doch nur wieder mich selbst lesen zu können? pff...
Daher: kauft euch das auch nicht. Hab ich eh nichts davon. Außer natürlich dem Ruhm, dass mein Name (mit Geburtsjahr) da auf einer Seite steht. Aber falls ihr das Ding irgendwo in ner Buchhandlung rumliegen seht: auf jeden Fall reinschauen, mich nachschlagen und extrem begeistert sein!
Und anscheinend soll der Band auch in Washington und Wien, in Frankreich und in der Schweiz und was weiß ich wo noch in Nationalibliotheken stehen. Falls ihr da also mal vorbeischaut und euch langweilig ist, könnt ihr ja auch mal versuchen, mich nachzuschlagen.
Ach, und übrigens kann man sich auf der Homepage von diesem Verlag auch schon wieder für 2011 bewerben. Falls ihr auch noch irgendwo mit ner Veröffentlichung angeben wollt... nur zu. ^^

Dienstag, 2. November 2010

Süß-saures

Plötzlich steht da jemand vor der Haustür, zur Unkenntlichkeit vermummt und geschminkt, und bedroht dich wenn du nicht sofort Geschenke raus rückst. Und weil es Kinder sind ist es putzig, und weil es aus den USA kommt muss es ja auch gut sein.
Und dann wundert man sich, wie manche nur auf den Gedanken kommen könnten, dass man mit Gewalt und Drohungen Gutes erreichen kann? Soso.

Passend zum Thema war ich am WE übrigens chinesisch essen. Jaja.

Und zum Schluß möchte ich noch eine Petition anregen: Ein Mindestalter für Biografien.
Es kann doch nicht angehen, dass jeder 16jährige Teenie-Star auch noch ne Biografie raus hauen darf. Aber echt...

Dienstag, 19. Oktober 2010

Leute auf den Schlauch stellen

Was ihr unbedingt mal ausprobieren müsst: Leuten supereinfache Fragen stellen und abwarten, wie sie sich blamieren!

Z.B. kann man mal einen Sprachwissenschaftler fragen, was denn zwischen Vormoderne und Postmoderne für eine Epoche war.
Möglicherweise weiß der das dann nicht, weil er ja eher der Linguist ist und nicht der Literaturwissenschaftler. :P

Oder was ich auch schon mal einen Germanisten während dem Essen gefragt habe: Wer ist die Hauptfigur in Goethes Faust?
Nach kurzem Zögern kam dann als Vorschlag: Gretchen?

Muahahaha...

Montag, 20. September 2010

Eingeschweißt

Also ich habe heute ein dem menschlichen Körperschweiß nachempfundenes Gel auf dem Kopf geschmiert bekommen!

Nein, nicht etwa des guten Geruches wegen, sondern natürlich aus rein wissenschaftlichen Zwecken. Denn da ich mich nach wie vor mit Probandengehältern über Wasser halte, gab es heute mal eine Lesestudie, bei der meine Hirnströme gemessen worden sind. Und so modern die Technik heute auch ist, dazu braucht man dann doch noch ne löchrige Badehaube und viele blinkende Elektroden. Und natürlich dieses Schweiß-Gel um den Widerstand zu senken. Und seltsamerweise auch Elektroden hinter den Ohren und auf der Nase, natürlich auch schön eingeschweißt. Und dann unzählige Sätze lesen ohne mit der Wimper zu zucken. Denn nur ein einziger Lidschlag, bzw. der elektrische Impuls der dahinter steckt, stört schon das ganze Enzephalogramm.

Aber mir wurde gesagt, dass das erste EEG immer das schwerste sei. Und: ich wurde gelobt, weil ich anscheinend besonders gut geeignet bin, um meine Hirnströme aufzeichnen zu lassen! Und das hätte 2 Gründe: Einerseits besäße meine Kopfhaut einen guten Basiswiderstand! Und andererseits... ja, vielleicht wurde es schon geahnt: Weil ich stundenlang so still sitzengeblieben bin! Yeah! Ich kann nicht nur still liegen, sondern auch still sitzen! Ich fürchte fast, wenn das so weitergeht, dann bleibt mir gar keine andere Wahl als am Ende doch eine Karriere als Verwaltungsangestellter einzuschlagen...

Mittwoch, 15. September 2010

Gechattet

Ja, ab und an chatte ich auch ganz gerne mal. V.a. Abends ein kurzer Wortwechsel mit weit entfernten oder auch nahen Leuten.. warum auch nicht!

Aber was manche Leute sich eigentlich dabei denken, wenn sie einen anschreiben...?

Er: Hey! Du meldest dich ja gar nicht mehr!

Ich: Hallo! Ja, ist schon ne Weile her! Wie gehts? Was gibts Neues?

Er: Nichts Neues. Arbeiten.

Ich: Also ich hab zuletzt... (Magisterarbeit, Praktikumsbewerbung, gute neue Musik gehört: Ich bemühe mich also, etwas aus meinem Leben zu erzählen und verschiedene Gesprächsthemen anzubieten.)

Er: Achso. Ich sehe noch fern, aber gehe bald ins Bett.

Ich: Ja, dann gute Nacht.

Und das müsste nun auch die Frage beantworten, warum ich mich länger nicht gemeldet hatte und das auch in Zukunft nicht so bald tun werde. Meine Fresse.

Sonntag, 5. September 2010

Tübingen im Sommer

Tübingen ist von Mitte Juli bis Mitte September schon besonders seltsam.

Da ging ich letzte Woche doch vormittags auf dem Weg zur Bibliothek durch den Park. Und auf der Wiese in einem großen Kreis stehen da unzählige Seniorinnen und machen wohl sowas wie Gymnastik. Und drum herum stehen etliche Frauen mit Kinderwägen und schauen dabei zu.
Sehr bizarr irgendwie... und ich bin mir bis heute nicht sicher, ob das nicht doch ein surreales Kunstexperiment sein sollte.

In der Bibliothek wird außerdem gebaut, also mehr als sonst. Überall Staubschutzwände, die die Größe der Gänge mal eben halbieren. Und neulich, als ich ein vorbestelles Buch abholen wollte, geriet ich aus Versehen auf die falsche Seite der Staubschutzwand, was ich erst nach ein paar Schritten gemerkt hatte, weil keine Regale mehr kamen.

Und dann muss ich derzeit auch noch so seltsames Zeug lesen über Grenzerfahrungen an Schwellenorten und inkonsistente Transitionszustände liminaler Figuren.

Nach einer Woche Magisterarbeit hätte ich direkt mal wieder Lust auf Urlaub... oh Mann.

Montag, 30. August 2010

Bibliothekenfrust und körperliche Reinheit

Ganz offiziell und formal kann ich meine Magisterarbeit ja erst in 2 Wochen anmelden... dennoch gab es heute schon für mich den inneren Startschuss! Nachdem ich ja schon seit fast 2 Monaten immer wieder mal hier und da was gelesen und überlegt und notiert und recherchiert hatte, heute nun also erstmals großangelegtes und versucht-systematisches Bücherwälzen in der Bibliothek. Und nach 5 Minuten hats mir schon wieder gewaltig gestunken... was war also passiert:

Als theoretische Basis hat sich für meine Arbeit ("Grenzen und Grenzüberschreitungen") eine insgesamt 10bändige Reihe angeboten. Anhand der Katalog-Recherche am PC konnte ich immerhin schon 6 Bände ausklammern (Grenzen des Barocktheaters in der Gegenwart usw.) und hab mir dann also mal die Signatur von 1.Band herausgeschrieben. Denn ich war so naiv zu glauben, dass die übrigen Bände dann ja wohl einfach nebeneinander im Brechtbau Regal stehen würden. Weit gefehlt. Ich musste also doch jeden Band extra am Rechner nachschlagen und fand so heraus, dass ein Band in der Abteilung für Germanistik steht, 3 weitere unter "Allgemeines" (jeweils unter den Rubriken H, T und U), einer lediglich in der UB vorbestellt werden konnte und der 6.Band schließlich bereits von der Uni bestellt worden, aber noch nicht eingetroffen ist, später dann aber alle Vorraussicht nach irgendwo in der Germanistik stehen wird. Die Bände wurden zwar alle vom gleichen Typen herausgegeben, inhaltlich ähnlich, alle 2008 erschienen und haben sogar das gleiche Design... aber man muss sie in 2 Gebäuden verteilt in 6 unterschiedliche Regale stellen (und wo die übrigen 4 Bände sind die mich nicht interessieren, weiß ich noch nicht mal...).
Wiedermal alles bestens organisiert und strukturiert hier in Tübingen...

Und dann gings also los mit dem durcharbeiten verschiedenster theoretischer Ansätze... und ich musste mal wieder feststellen, dass man doch wirklich jeden Scheiß (und das ist bitte wörtlich zu nehmen) wissenschaftlich aufarbeiten und vermarkten kann. Denn so hat nämlich eine gewisse Mary Douglas in den 60ern den menschlichen Körper als Metapher für die Gesellschaft hergenommen. Es ging dann weiter um die Grenzen und um die Übergänge zwischen verschiedenen sozialen und politischen Formen eines Systems, wobei man diese Übergänge und Grenzen am besten mit den Körperöffnungen des Menschen beschreiben könne.
(Ich mache hier nun eine kurze Pause, damit ihr euch alle in Ruhe ein "Igitt!" denken könnt)
Körperliche Reinheit wird dann mit dem Wunsch nach einer stabilen Ordnung, Verunreinigungen mit der Angst vor Instabilität gleichgesetzt.
Den Rest hab ich dann nicht mehr gelesen, denn meine Gedanken waren eh schon weit am Schweifen, ob man denn nicht auch frisch gewaschen gegen das System protestieren könne und in wie weit Hippies und Punks in dieses Raster fallen. Und ob eigentlich schonmal jemand die "Feuchtgebiete" vor diesem Hintergrund interpretiert hat.
Falls jemand zu Letzterem Information hat, dann dürfen diese gern an mich weitergeleitet werden. Ansonsten verbitte ich mir jegliche weiteren Verweise auf Körperöffnungen.

Samstag, 28. August 2010

Tatort Castingshows, und die Kiste von der Brigitte

Ach, wie ist das Leben heutzutage doch einfacher geworden! Wenn man nicht weiß, ob eine Beziehung halten wird, oder wenn man wissen will, in wen man sich als nächstes verliebt, oder wer schon immer mal wissen wollte, ob Mücken furzen können, der braucht einfach nur eine SMS verschicken, und alle Fragen sind geklärt! Ist das nicht toll? Und die Handyrechnung kommt ja auch erst am Ende des Monats!
Meine Güte... ein paar Tage im Elternhaus gewesen und ab und an mal einen Blick in den Fernseher geworfen und ich zweifle direkt mal wieder an der gesamtem Menschheit. Und dazu dann noch Castingshows ohne Ende. Und auch wenn die Tochter vom Dönerbudenbesitzer ihren Text nicht kann, kommt sie natürlich weiter, weil man sie prima vermarkten kann. Viel besser als die durchaus talentierte, aber reiche Tussi, die deswegen auch arrogant und unecht ist. Ergo unsympatisch und ohne Identifikationspotential für die Teenies vor dem Fernseher, die auch von der großen Karriere träumen. Bei anderen hört man dann gar nur noch das vernichtende Urteil der Jury, ohne sie selbst singen gehört zu haben. Was seltsam ist, wenn man erst in der 2.Runde plötzlich merkt, dass da jemand überhaupt nicht singen kann.

Und dann gibts Sonntags ja den Tatort und ich je öfter ich das anschau, umso weniger versteh ich, was daran so toll sein soll. Serienmörder gesucht, 2 unsympatische Verdächtige und ein zurückhaltender, latent freundlicher Typ, der stalkerlike ständig auftaucht. Und spätestens wenn man ihn zum 2.Mal sieht ist klar, dass er dahinter stecken muss. Unterdrückter Hass auf die tote Mutter als Motiv und Auslöser der Serienmorde, die Komissarin zum Ende hin selbst in akuter Lebensgefahr, wird aber heldenhaft von ihrem Kollegen gerettet. 'Tschuldigung, aber das soll das Beste sein, was der deutsche Krimi zu bieten hat? Das ist so altbacken, durchschaubar und wirkt bis zum Soundtrack inszeniert und aufgesetzt. Nee, nee. Bei allen Schwächen, die die CSI-Reihe hat (v.a. der Miami-Ableger...), sind die doch um einiges innovativer, selbst nach gefühlten 100 Staffeln, und obwohl man insgesamt mit weniger festen Figuren auskommt.

Aber was mich dann doch fast schon wieder ein bischen erschreckt: Je größer der Mist, umso inspirierender scheint das auf mich zu wirken! In der Tat hab ich seit langem Mal wieder mit ner eigenen Geschichte angefangen... mal sehen, was draus wird. ^^

Und zum Schluß noch was Positives: Neues Helden - Album ist da und mir auch jetzt gerade im Ohr! Klasse Arbeit! Weniger fröhlich als gewohnt. Aus Aurélie wurde Brigitte, die aber sexuell gar nicht mehr verklemmt daherkommt. "Die Ballade von Wolfgang und Brigitte" wären neben "Alles" und "23:55: Alles auf Anfang" meine Anspieltipps. Und wer genauer reinhört, der entdeckt dann auch Perlen wie "Meine Freundin war im Koma und alles, was sie mir mitgebracht hat, war dieses lausige T-Shirt" und "Was uns beiden gehört".

Wir sind Helden: Bring mich nach Hause

Samstag, 14. August 2010

Sudoku ade!

4 Wochen Sudoku... ging doch schneller rum, als ich gedacht hätte! Heute gabs die 2. CT und die Entlohnung bar auf die Hand! Damit nun seit März erstmal wieder ein Monat, in dem ich ohne Unterstützung aus dem Elternhaus eine finanziell positive Monatsbilanz ziehen kann.. yeah!

Ein Teil des Papiers wurde dann auch gleich wieder in Naturalien getauscht, denn morgen werde ich mal wieder etwas machen, was es ebenfalls seit März schon nicht mehr gab: Pizza!
Tatsächlich ist es mir letzte Woche erst bewusst geworden, wie lang ich schon keine Pizza mehr selbst gebacken hatte... und dass ich es im Grunde auch nicht vermisst habe! Ich kann also Entwarnung geben: Auch wenn ich etwa 1 Jahr lang rund 500 Pizzen pro Monat gebacken habe (grobe Schätzung... womöglich warens sogar mehr), keine Backsucht und keine Entzugserscheinungen! Was morgen Abend dann genau passieren wird, wenn ich den Teig anrühre und auf dem Blech verteile... man weiß es nicht! Aber ich mag ja das Leben am Limit und gehe immer wieder gerne an meine Grenzen. Gerade heute bin ich ja auch mal wieder im CT ruhiger gelegen als je zuvor, um ein Beispiel zu nennen!

Dienstag, 10. August 2010

Und wieder einen langen Schritt näher am Ende

Ach, hatte ich es gar nicht erwähnt? Ich bin ja jetzt schon bald seit 2 Wochen prüfungsfrei! Das warten auf die letzte Mündliche war ja mal echt ne Qual, und genauso war dann auch die Prüfung selber ein ziemlicher Kampf. Sobald ich mal bei einem Thema frei hätte weiter erzählen können, wurde ich abgewürgt und das Gespräch wurde in andere Gefilde gelenkt, um nicht zu sagen auf der Suche nach dünnerem Eis.
Nach einer Stunde Kreuzverhör gabs dann auch ne 10minütige Belehrung, was ich doch alles hätte besser machen können... und als ich dann grad schon fragen wollte, ob ich denn nun bestanden hätte, bekam ich meine 2,3 ("denn insgesamt wars eigentlich gar nicht schlecht und v.a. auf dem empirischen Gebiet sehr gut") und durfte gehen. Unglaublich, diese Politikwissenschaftler...

So ging ich und dachte, dass ich jetzt dann meine Ruhe vor denen hätte. Weit gefehlt.

Heute saß ich dann nämlich im Dekanat vom Deutschen Seminar um den Antrag zur Zulassung für die Magisterarbeit zu stellen. Nein, das ist nicht die Anmeldung zur Magisterarbeit... die kommt dann sobald der Antrag zur Zulassung bearbeitet ist, was aber auch erst irgendwann im September dann passiert sein wird, da die einzige Person die das machen kann jetzt erstmal Urlaub hat. Aber mir sowieso völlig egal, weil ich auf informellem Weg eh schon viel weiter bin. Nimm das, Bürokratie!
Aber nochmal zurück: ich saß im Dekanat und hatte das passende Formular schon vollständig ausgefüllt dabei. Und da gibt es dann Sätze, die man einfach nicht hören will:

"Oh, ich kann Ihre Akte gar nicht finden... einen Moment bitte!"

gefolgt von:

"Ach, richtig! Die hatten wir aussortiert, weil es da ein Problem gibt..."

Das Problem bestand darin, dass das Datum auf dem Protokoll zu meiner mündlichen Prüfung in Politik völlig unleserlich war. Und dann hatten sie sich im Dekanat gewundert, weil die Unterschrift der Prüfer zur Anmeldung zu dieser Prüfung bereits aus dem Jahr 2009 stammte... Aber jetzt mussten Sie es mir eben einfach glauben, dass die Prüfung erst vor 2 Wochen war. Denn sie hatten zwar schon versucht, mit meinem Prüfer Kontakt auf zu nehmen, haben von ihm bisher aber keine Antwort bekommen. Eine Situation, die ich mir ja gar nicht vorstellen kann. Auf Antwort warten? 3mal nachfragen? An der Uni?

Achja, manchmal bin ich schon ein bischen froh, dass ich so eine gemütliche Grundeinstellung habe... Oder ist es der Zynismus, der ins Phlegma treibt?

Samstag, 7. August 2010

Spiel mit dem Feuer

Na also! Der Sommer ist zurück und es kann wieder gegrillt werden! Yeah!

Hierzu sei direkt mal angemerkt, dass ich eine völlig grilllose Kindheit und Jugend hatte! Ohne Witz: wir hatten einen großen Garten... aber keine Grill! Und ich hab meinen Vater auch nie ein Feuer machen sehen! Und ich finde, das erklärt es eigentlich schon, weshalb man mich besser nicht bitten sollte, doch "eben mal den Grill anzuschmeißen!" Auf keinen Fall darf man diese Bitte dann auch noch mit chemischen Hilfsmitteln verknüpfen... denn das geht nicht gut.

Man erinnere sich nur an den flüssigen Grillanzünder in der Plastikflasche mit Kindersicherungs-Verschluß! Wobei diesen Verschluß aber auch wirklich niemand der Anwesenden öffnen konnte.. da schiebe ich alle Schuld auf den Hersteller. Also muss eben ein Loch in die Flasche gestochen werden... was gar nicht so dumm war. Dumm war hingegen, der Schrift auf der Flasche zu trauen: "Großzügig und nicht zu sparsam über die Kohlen verteilen!" Ja, und dann gab die nächsten 10 Minuten erstmal eine rießige Flamme und der internationale Flugverkehr über dem Hasenbühl musste wegen einer Aschewolke eingestellt werden. (Das konnten wir hinterher aber prima den Isländern in die Schuhe schieben... hehe).

Auch Parafinwürfel und anderes Zeug hatte bisher selten Erfolg, bzw. ne schöne Glut gabs eigentlich nie. Doch heute, da hab ich mich selbst übertroffen! Ich hatte zwar immer noch was von diesem flüssigen Grillanzünder in der Hinterhand... aber den hab ich dann gar nicht gebraucht, nachdem ich zu Tannenzapfen gegriffen habe! Naja, eigentlich irgendwelche anderen Nadelbäume zwar, aber ihr wisst schon, was ich meine. Die wachsen nämlich nicht nur in Unmengen vor dem Haus und fallen einem praktischerweise vor die Füße, sondern getrocknet ergeben die einen prima Anzünder! Schicht Kohle, Schicht Zapfen, und ein Streichholz angezündet in die Mitte fallen lassen... läuft! Ergibt hinterher zwar recht viel Asche, die man aber bedenkenlos wegfächern kann (nach Island z.B.) und hinterlässt ganz sicher keinen Parafin-Geschmack, was sowohl Steaks wie Grillkartoffeln bewiesen haben! Und statt chemischem Flammeninferno gemütliches Knacken im Feuer.

Ich bin begeistert! :D

Samstag, 24. Juli 2010

Prädikat "Irgendwie seltsam"

"Guten Morgen! Ich muss los in die Psychiatrie, Sudokos lösen."

Nein, auch diesmal bin ich dem Wahnsinn kein Stück näher gekommen. Oder zumindest kein großes Stück. Aus finanziellen Gründen nehme ich derzeit an einer wissenschaftlichen Studie teil, die v.a. darin besteht, dass ich die nächsten Wochen täglich 1 Stunde Sudokus lösen muss. Ich wusste vorher nicht, was auf mich zu kommt, aber die Tatsache, dass ich jetzt für 1 Stunde Sudoku mehr Geld bekomme als früher für 2 Stunden Pizza backen, lässt darauf schließen, das es sich lohnt. Und sowohl vorher wie nachher ein paar Experimente in der CT-Röhre unter Beobachtung meines Gehirns, ich ließ es ja bereits anklingen.

Was ich bisher jedoch verschwiegen hatte: Außer "Mann kann der toll liegen bleiben!" muss der versuchsbetreuende Arzt sich auch etwa folgendes gedacht haben, als er sich mein bestes Stück angesehen hatte: "Mein Gott, was ist das denn???" Genaugenommen hatte mein Kleinhirn große Aufmerksamkeit erregt, da es "irgendwie seltsam" aussieht. (Liebt ihr es nicht auch, wenn Ärtze euch mit so tollen Begriffen beschreiben, was ihr auch selbst sehen könnt?) Ein neurologischer Spezialist wurde also zusätzlich befragt und nun ist es offiziell: Ich habe ein gesundes Gehirn, dass stellenweise "irgendwie seltsam" aussieht.
Da im Kleinhirn vermutlich die Motorik gesteuert wird, erklärt das doch einiges: Z.B. mein frühes Scheitern beim Geräteturnen oder beim Basketball.

Aber das soll mich erstmal nicht weiter beschäftigen, denn: Ich habe einen Prüfungstermin! Seit ein paar Tagen schon weiß ich, dass wiederum in ein paar Tagen alles vorbei sein wird, mit der Politikwissenschaft! Daher jetzt wieder weiter lernen, denn ab Mo muss ich ja auch wieder Sudoko spielen und und und...

Sonntag, 18. Juli 2010

Drei Geburtstage und kein Todesfall!

Geburtstag Hattrick an diesem Wochenende!

Donnerstag: Wir sind zwar Mitte 20, benehmen uns aber trotzdem noch wie 16jährige Mädels. Inklusive Geburtstagskuchen in Penisform.

Freitag: Grillparty der Mitbewohnerin mit reichlich Essen und Salat. Nachdem man mir spontan noch mitgeteilt hatte, dass das ganze unter "Bad Taste Party" läuft, musste ich mir eben ein Hawaii-Hemd überwerfen.

Samstag: "Polnische Piroggen Party" (wegen schlechtem Wetter wurde vom grillen Abstand gehalten). Offizieller Beginn um 14h, um dem nicht mehr ganz so jungen Geburtstagkind auch genügend Zeit zum Trinken einzuräumen. ^^

Der frühe Beginn kam mir auch sehr gelegen, weil ich dann auch schnell wieder weiter musste zum Tübinger Singer-Songwriter-Festival! Genialer Abend, mit 4 tollen Konzerten und einem weiteren, über das man sich immerhin ordentlich lustig machen konnte. Danach dann noch Afterhour mit vielen Bands in verschiedenen Locations. Im Kino Löwen haben wir uns daher eine verplante Nachwuchssängerin angehört, die u.a. Mitten im 3 Lied festgestellt hat, dass sie eben jenes Lied ja schon zu Beginn gespielt hatte. Außerdem ein sehr interessantes Englisch. Bei der nächsten Band noch reingehört und dann weitergezogen standen wir dann erstmal vor einem "Wir sind schon voll" Schild. Also nochmal weier, wo wir dann doch ernsthaft vor verschlossener Tür standen! Man konnte die Musik zwar von draußen hören, aber die Tür war abgesperrt! Also nochmal weiter, wo wir dann immerhin einen neuen, angeblich in Bosten erfundenen Musikstil anhören konnten. Hat jetzt mein Leben allerdings auch nicht weiter verändert.

Und als ob das für ein Wochenende noch nicht ausreichen würde, hab ich mich dann auch mal noch für ein wissenschaftliches Experiment zur Verfügung gestellt. Etwa 1,5 Stunden lang lag ich in so ner CT-Röhre, musste Experimente mit machen und wurde hinterher sogar dafür gelobt, wie toll ich still liegen könnte. Und da fiel mir wieder mal auf, wie ungerecht diese Welt doch ist: Wer schneller laufen kann als andere, bekommt Medaillien und wird Nationalheld. Aber wer stiller und länger liegen kann... der bekommt höchsten mal ein Lob vom Neurologen. Achja...

Dienstag, 13. Juli 2010

Menschen und so

Ach was finde ich die Menschen doch derzeit wieder anstrengend. Mich eingeschlossen. Bzw. sogar mit dem Prädikat "besonders anstrengend".

Manche lernt man kennen, ein paar etwas Näher. Irgendwie ists spannend und schön, aber manchmal auch einfach nur anstrengend. Täglich begibt man sich in die Gefahr, etwas Falsches zu sagen oder zu tun. Oder nicht zu sagen, nicht zu tun. Und schon wird es kompliziert. Entweder man sagt gerade heraus was einen stört und es gibt Ärger. Oder man sagt es nicht, man merkt aber doch dass irgendwie irgendwas ist und es gibt Ärger weil man nicht weiß was eigentlich los ist.

Und oft kommt ja dann der Punkt, wo der Kontakt abbricht oder zumindest immer weiter in den Sand gesetzt wird. Meistens gar nicht im Streit, sonderen wegen Wechsel von Wohnorten, Arbeitsplätzen oder auch Interessen.

Achja. An dieser Stelle einfach mal ein "Danke!" an alle, die es mit mir aushalten und mir das Gefühl geben, dass es eben doch nicht anstrengend mit mir ist.


Montag, 5. Juli 2010

Und täglich grüßt...

Iich war heut mal wieder wegen meiner mündlichen Prüfung in der Sprechstunde von meinem Prüfer.

Zu Beginn sogar voller Hoffnung, denn: Er kam von selber drauf, dass ich einen Prüfungstermin will! Und dann wollte er auch noch mal wieder meine Literaturliste sehen und hat die dann auch sehr gelobt. Nachdem ich die 2mal seinen Wünschen angepasst habe, war auch kaum etwas anderes zu erwarten gewesen.

Und dann schaut er mich fröhlich an: "Wenn Sie soweit sind, dann können Sie also gerne demnächst ihre Klausur schreiben! Sie müssen dazu bei...."

Zum dumm, dass ich diese Klausur bereits am 12.Mai geschrieben habe. Und zwar bei ihm.

Er wollte es zwar erst nicht glauben, aber nachdem ihm sein Kalender das bestätigen konnte, schien er etwas verdutzt: "Ja, dann muss ich mich jetzt erstmal mit Ihrem 2.Prüfer in Verbindung setzen wegen einem Termin..."

Ja! Bitte! Das wäre schön! Nachdem ich das jetzt schon seit Monaten in Sprechstunden sage und per Mail schreibe...

Vielleicht also in 2 bis 3 Wochen. Aber dann sind ja auch schon wieder Semesterferien und vermutlich jeder im Urlaub. Und ich hatte meine Literaturliste ja auch extra schon im Januar fertig, damit ich nicht irgendwann im Hochsommer mündliche Prüfung ablegen muss...

Heute schon getestet?

Habt ihr beim Einkaufen schon mal versucht Sachen ohne Testsiegel zu kaufen? Irgendwie wird das ja zunehmend schwerer, da einem jede Packung bestätigen will, wie toll der Inhalt doch ist. Öko-Test und Warentest scheinen sich da ja eine wahre Schlacht zu leisten... und mittlerweile versteh ich auch ein wenig wieso.

Der Schwerpunkt bei Öko-Test soll nach eigenen Angaben auf ökologische Themen liegen, aber im Grunde könnte die Abkürzung doch auch für "Ökonomie" stehen, oder nicht? Überascht war ich dann aber v.a. davon wem das Unternehmen denn eigentlich gehört: der SPD. Seit 1985 erscheint das Magazin unter diesem Namen.

Stiftung Warentest gibt es hingegen schon seit 1964, gegründet von der Bundesregierung. Das ganze finanziert sich demnach also nicht nur über den Verkauf der entsprechenden Zeitschrift, sondern auch über Bundesmittel. Dementsprechend überprüft die Stiftung die Waren auch nach Regierungs- bzw. heute ja größtenteils schon Europarichtlinien.

Öko-Test ist hier also unabhängiger... aber womöglich auch unberechenbarer? Da Öko-Test nämlich keine eigenen Labors besitzt, werden mit den einzelnen Untersuchungen stets Labore von außen hinzugezogen.

Am besten aber, man vergleicht einfach mal unterschiedeliche Testergebnisse: Da kann es dan vorkommen, das Öko-Test ein Olivenöl für "sehr gut" befidnet, während Warentest ein "mangelhaft" vergibt, da Weichmacher festgestellt worden sind. Öko-Test hatte danach nun gerade nicht getestet. Genau umgekehrt die Bewertung von Fußball-Fan-Trikots: Warentest testet zuerst eher positiv und dann findet Öko-Test alle möglichen Giftstoffe.
Warentest hält sich dabei also an gesetzliche Grenzwerte. Liegt man drunter, ist alles in Ordnung. Öko-Test kann sich hier die Freiheit nehmen, auch kleinere Spuren zu kritisieren. Wie schädlich die dann letztlich im Vergleich sind, ist eine andere Frage.

Andererseits ist Öko-Test immer wieder mal in die kontroverse wegen Veletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht geraten. Einerseits wurden Energiesparlampen als "Dreck" bezeichnet, und andererseits wurden bei Tests von Kleinkindercreme auch Cremes aufgeführt, die nicht für Kinder zugelassen waren und Krebsverdacht nicht explizit genug ausgeführt worden ist.

Was machen wir mit unseren Siegeln jetzt also? Einberseits ist diesen Tests auch nicht blind zu vertrauen. Nur weil "sehr gut" drauf steht, nimmt uns das nicht die Verantwortung ab, selber genau zu lesen, was da jetzt eigentlich drin ist. Öko-Test darf zudem auf keinen Fall mit dem Bio-Siegel verwechselt werden, da bei diesen Tests die Waren selbst untersucht werden, und nicht ihre Herstellungsumstände. Zudem können jährlich nur wenige Produkte getestet werden, und selbst wenn vor 3 Jahren mal etwas "gut" war, heißt das nicht, dass sich seitdem nichts geändert haben kann.
Und letzlich darf nicht vergessen werden, dass mit diesen Tests am Ende doch Geld verdient werden will. D.h. es werden zwangsläufig auch irgendwelche Testgewinner gebraucht, die dann auch stolz die gute Bewertung präsentieren und damit für das Unternehmen weiter Werbung machen.


Mittwoch, 30. Juni 2010

Ich und Musik über Kräne

Mancher erinnert sich noch, wie Niels Frevert u.a. mich mit seinem "Baukran" begeistern konnte, vorletzten Herbst.


Und diesen Sommer ist es Gisbert zu Knyphausen mit "Kräne". Morgen werden die Karten zum Singer-Songwriter Festival "Tübingen lauscht" abgeholt. Der Herr zu Knyphausen wird mein Highlight werden, soviel steht schon fest.

Und jetzt so kurz nach Mitternacht ist er einfach nur perfekt:



Diese Tage sind so fern von allem
Hitze und Beton
Die große Stadt, sie liegt da
wie ein verwundeter Vogel
So auch ich, so auch ich
Ich denke und denke
wie immer viel zu viel
Immer ist da irgendetwas,
das mich einlullt und mich lähmt
Ist es nicht die Hitze,
dann meine Dickköpfigkeit
oder meine dünne Haut
Ich warte auf den Abend
und seine kühlende Hand
Unten am Fluss,
mit den Füßen im Sand und dem Blick

auf die gewaltigen Tiere
mit metallenen Krallen
mit Neonlichtaugen
und die Container, die fallen
unter grandiosem Gepolter
in den hungrigen Bauch
eines uralten Frachters,
und mein Herz es poltert auch

...

Samstag, 26. Juni 2010

1.Hilfe leisten

Heute Nachmittag, gegen 15:30h, Bushaltestelle Wilhelmstraße, die Sonne brennt, der Bus braucht noch 5 Minuten.

Vor mir steht eine Familie: Mann, Frau, 2 Kinder mit Deutschlandfahnen, Großmutter.

Im Tiefflug plötzlich ein Reiher knapp über das Dach der Taxizentrale Richtung Park und die Kinder total aufgeregt:

Kinder: Papa! Papa! Schau! Was ist das für ein Vogel?

Papa: Das ist ein... Flamingo!

Ich: Nein, das war ein Reiher...

Papa (dreht sich um und schaut mich böse an): ... ... Was mischen Sie sich da jetzt ein? Das geht Sie gar nichts an!

Großmutter (zu mir gewandt, ebenso böse): Ja, haben Sie denn auch sonst nichts zu tun?

Ich: Ich warte auf den Bus; hier an der Bushaltestelle.

Die Mutter legt die Arme um die Kinder, und zum Glück kommt da auch schon der Bus, in den sie einsteigen wollen... oder vielleicht auch einfach nur so eingestiegen sind, um vor diesem bösartigen Mann zu fliehen.

Aber ich sehe es weiterhin als meine staatsbürgerliche Pflicht an, bei akuter Blödheit 1.Hilfe zu leisten und würde es jederzeit wieder tun.

Freitag, 25. Juni 2010

Facts & Fiction zur Bundesversammlung

Der nächste Mittwoch wird seit Wochen der erste Tag ohne Fußball sein... aber dafür mit Bundesversammlung!
Da ich die ersten Stimmen bereits vom Ende Merkels haben jubilieren hören, muss ich dieser Euphorie doch mal noch einen Dämpfer verpassen.

Denn eigentlich reicht dazu schon ein Blick auf die Sitzverteilung in der Bundesversammlung:
CDU/CSU: 496
SPD: 333
FDP: 148
Grüne: 129
Linke: 124
Freie Wähler: 10
NPD: 3
Südschleswiger Wählerverband: 1

Insgesamt gibt es bei der Präsidentenwahl maximal 3 Wahlgänge. In den ersten 2 Wahlgängen benötigt ein Kandidat die absolute Mehrheit, im dritten würde eine relative Mehrheit reichen.

Eine absolute Mehrheit benötigt minimal 623 Stimmen. Schwarz-Gelb hat demnach also mit 644 Stimmen alle Karten in der Hand. Eine Ampel käme im Vergleich sogar nur auf 610 Stimmen, also wenn sich die FDP geschlossen Rot-Grün anschließen würde.

Die Rolle der FDP wird hier nun also erstmal überschätzt, denn im Grunde können sie "nur" die Wahl von Wulff in dn ersten 2 Wahlgängen verhindern, nicht die Wahl von Gauck herbeiführen.
Das Problem sind bei der FDP v.a. die Landesverbände, die sich übergangen fühlen. Denn der Bundesvorstand hatte ja vorab der CDU die freie Kandidatenwahl überlassen. Die Landesverbände der FDP machen nun aber zusammen gerade mal 55 Stimmen aus und haben nun doch recht unterschiedliche Standpunkte. Da fällt die CSU mit ihren 47 Stimmen fast noch mehr ins Gewicht. Und der Puffer von 21 Stimmen Vorsprung ist dabei auch nicht außer acht zu lassen.

Eventuell wird dieser Vorsprung auch noch ein wenig größer, je nachdem was z.B. die Freien Wähler machen. Ihre 10 Stimmen kommen allesamt aus Bayern. Möglicherweise könnten sie in den ersten beiden Wahlgängen schon das Zünglein sein.
Daher halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass Wulff am Ende doch schon im 2.Wahlgang gewählt ist.

Denn bis zum 2.Wahlgang wollen die Linken an ihrer eigenen Kandidatin Lukrezia Jochimsen festhalten. Insidern ist sie vermutlich als Schalträgerin bekannt und außerdem könnte sie neben Merkel ganz neue Akzente für Politikerfrisuren setzen.



Gauck sei für Die Linke unwählbar und würde politisch mit keinem ihrer Punkte übereinstimmen. Erst vor dem 3.Wahlgang würden sie sich zu Beratungen zurückziehen wollen. Denn dann würden sie die Chance sehen, die Regierung Merkel zu stürzen und sich eventuell doch für Gauck entscheiden.

Andererseits: Wäre die FDP im 3.Wahlgang ebenfalls so bescheuert, sich selbst abzuwählen? Das könnte man sich höchstens so erklären, dass die Landesverbände die Regierung stürzen möchten, um selbst wieder aus dem Umfragetief zu kommen. Aber dennoch wäre das politischer Selbstmord.

Am Di werden aber erst noch Gauck und Wulff bei der Linkspartei vorsprechen. Aber ich glaube nicht, dass da was Konstruktives bei rüber kommt.

Und der Vollständigkeit halber: es gibt auch noch einen vierten Kandidaten der NPD, Frank Rennicke. Er hatte bereits im letzten Jahr Erfahrung als Präsidentschaftskandidat sammeln konnte und wusste sich der Unterstützung von damals 4 NPD Stimmen sicher. Dieses Wahlerfolg wird er wohl nicht mehr wiederholen können, sondern sich diesmal mit 3 Stimmen begnügen müssen.

Das Tragische an der ganzen Geschichte ist nun allerdings, dass der Ausgang der Präsidentenwahl eigentlich völlig egal sein könnte. Es stehen 2 Kandidaten zur wahl, die politisch einer schwarz-gelben Regierung näher stehen als linkeren Alternativen. Wobei selbst das keine Rolle spielen würde angesichts der geringen Kompetenzen des Bundespräsidenten.
Doch es ist, wiedermal, der deutsche Disziplinzwang der alles unglaublich kompliziert macht und die Regierung stürzen könnte. Denn natürlich hat die stärkste Fraktion und Regierungspartei den Anspruch, einen Kandidaten vorzuschlagen. Und es sollte jetzt auch nicht verwundern, dass man für ein politisches Spitzenamt einen Spitzenkandidaten aus den eigenen Reihen mit langjähriger politischer Erfahrung nimmt.

Ich persönlich würde nun ja auch eher denjenigen wählen, der schon mehr Erfahrung auf der politischen Bühne gesammelt, und v.a. den ewigen Parteien Hick-Hack schon etwas länger erfolgreich ausgehalten hat. Außerdem meine ich, dass man mit 70 besser in Ruhstand gehen sollte, als Staatsoberhaupt zu werden, auch wenn Adenauer erst mit 73 Kanzeler geworden ist und bis 87 regiert hat.

Sonntag, 20. Juni 2010

König Fußball eilt zur Rettung!

Habt ihrs auch gesehen? Über 22 Mio Deutsche sollen die Niederlage der Deutschen 10 bis 11 gegen Serbien am Fernseher gesehen haben. Und dazu dann noch diejenigen beim Public Viewing, zu denen ich mich auch gesellt habe.
Und mal im Ernst: Wir sollten alle inständig hoffen, dass es am Mittwoch gegen Ghana klappt. Denn nur dann bleibt alles andere Nebensache.

Wahl des Bundespräsidenten? Richtig, die ist ja auch noch irgendwann.
Versuch einer Minderheitsregierung in NRW, weil sich sonst keiner mit niemandem einigen kann und man aber doch wenigstens 1 Stimme von denen braucht, mit denen man zwar sonst kaum ein Wort reden kann? Besser doch, wenn man da mal nicht ganz so genau hinschaut.

Lieber schimpfen wir gegen Schiris oder freuen uns, wenn die Franzosen früher als geplant ihr 5-Sterne-Hotel verlassen müssen.

Und ich lerne immer gelangweilter vor mich hin und bin gespannt, ob ich nun doch irgendwann mal einen Termin für meine mündliche Prüfung bekomme. Was stell ich da auch für Ansprüche, wenn ich Ende Januar meine Literaturliste abgebe und dann schon ein halbes Jahr später fertig werden will. Gebt mir einfach noch ein bischen Zeit, und ich werd wieder völlig vergessen haben, was ich da im März mal gelesen habe... pff.
In 2 Wochen fang ich mit meiner Magisterarbeit an, so viel steht fest. Die soll bis Weihnachten fertig werden. Und bis dahin wird sich womöglich auch mal ein Stündchen Zeit finden, für meine Prüfung. Eventuell. Und ansonsten schreib ich dann eben gleich mal ein paar Bewerbungen. Und irgendwann dann ist mir diese Prüfung auch egal.

Bis dahin bleibt die Hasenbühlsteige jedoch Vuvuzela freie Zone.

Montag, 31. Mai 2010

Ich trete zurück!

Ja, ihr habt richtig gehört! Auch ich trete zurück! Ich weiß, das kommt jetzt alles sehr überraschend, auch für mich. Und ich weiß auch noch gar nicht so recht, von was ich eigentlich zurücktreten werde. Aber im Grunde ist das ja auch gar nicht so wichtig. Hauptsache, ich liege voll im Trend!

Und ich stehe auch keinesfalls für das Amt des MInisterpräsidenten in Hessen zur Verfügung! Wollt ich nurmal so im vorraus schon sagen, damit man sich da gar nicht erst Hoffnungen machen braucht.

Und yeah: Ich bin jung! (zu jung um Bundespräsident zu werden)

Und für alle die selbst das noch nicht wussten: In der Bibliothek des Politikwissenschaftlichen Instituts in Tübingen wohnt ein Marder. Heute rießen Aufregung, weil wohl jemand das Vieh beim Schlafen gestört hat und man dann trotzdem nicht rausgefunden hat, wo jetzt überhaupt das Loch ist, durch das es rein und raus spazieren kann.
Eigentlich saß ich ja in dieser Bibliothek, um was zu lernen. Aber kaum hatte sich die Marder-Aufregung beruhigt, kam die nächste Person hereingestürmt: HORST KÖHLER IST ZURÜCK GETRETEN !!! Ja, reden darf man zwar nicht, aber politische Neuigkeiten dürfen jederzeit gebrüllt werden. Und dann darf drüber diskutiert werden. Also wer grad sonst nichts zu tun hat. Die anderen sind zwar genervt, müssen aber trotzdem das Rumgeheule erdulden: "Und warum tritt Guido Westerwelle nicht zurück?" .... ... ... ... ...

Ich bin zwar trotzdem 30 Minuten vor Schließung der Bib mit meinem Buch fertig geworden. Aber dann war ich leider zu müde, um noch ne Runde für den Weltfrieden zu schaukeln. Das habt ihr jetzt davon!
Und der Horst ist Schuld. Oder der Marder. Oder beide zu 50%.

Noch Fragen?

Montag, 10. Mai 2010

In den Pott geschaut

Also, dieses Wochenende gabs für NRW wirklich nitch viel Grund zur Freude: Schalke durfte nicht Meister werden, Leverkusen nicht zur Champions League und dann musste auch noch ein Landtag gewählt werden.

Da setzt sich auch wieder mal ein Trend fort: sowohl CDU und SPD verlieren weiter an Boden bei einer immer geringeren Wahlbeteiligung. Und der große Gewinner die Partei, die am längsten nicht mehr im Bund regieren durfte (wenn man die Linken mal außen vor lässt).
Eigentlich sollte man da doch mal öffentlich Stellung beziehen über wachsende Wählerunzufriedenheit und versuchen, das Problem anzugehen, oder?

Aber statt dessen: voller Stolz präsentiert sich SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft im Interview, dass die Wähler IHR den Regierungsbildungsauftrag gegeben hätten. Ja, die 34,5% von den 59% die überhaupt zur Wahl gegangen sind. Das macht dann insgesamt noch knapp mehr als 20% der Wahlberechtigten!

Nun, aber was wirds in NRW denn nun geben? Nachdem sich die FDP ja schon vorab gegen Bündnisse mit der SPD ausgesprochen hat, gibts da eigentlich nur noch 3 Optionen:

rot-rot-grün, bzw. links-toleriertes rot-grün
Und genau da fangen die Probleme auch schon an: die SPD schließt eine Regierungsbeteiligung der Linken aus, und die Linken eine bloße Tolerierung. Trotzdem wird da jetzt wohl also erst mal eine Weile diskutiert. Ich bezweifle stark, dass da irgendwas dabei raus kommt.

Jamaika
Hätte sogar eine größere Mehrheit als rot-rot-grün und eigentlich hat auch niemand explizit was dagegen. Während die SPD mit den Linken streitet, hätten CDU und Grüne auch genug Zeit, um sich eventuell einig zu werden. Das Saarland hats vorgemacht und ich halte es auch für NRW für die wahrscheinlichste Lösung, auch wenn jetzt noch niemand davon reden will.

Große Koalition
Eigentlich will die ja niemand. Und da die CDU ja mit überragenden 0,1% besser abgeschnitten hat als die SPD, würde dabei dann die CDU den Ministerpräsidenten stellen wollen (vermutlich Rüttgers). Das würde aber der SPD aber gewaltig stinken, weswegen sie das wohl blockieren würde. Wie in Hessen würde es stattdessen eher Neuwahlen geben. Und dabei dann vermutlich die SPD weiter abschmieren.

Die SPD hat letzlich bei dieser Wahl wieder mal gar nichts gewonnen. 10% Verluste für die CDU sind zwar dramatisch, aber dafür können die Christdemokraten jetzt auch erstmal abwarten, bis sich die SPD selbst an der Linken-Frage aufgerieben hat; wieder mal.

Donnerstag, 29. April 2010

Hunde im Bus

Wenn man in Tübingen mit dem Bus unterwegs ist, dann trifft man darin zwar überwiegend, aber eben nicht nur Menschen. Gerade letzte Woche sind mir da sogar 3mal innerhalb weniger Tage Hunde begegnet, die mir noch immer im Gedächtnis geblieben sind. Das wir dnun it euch geteilt.

1. Hund

Der Bus ist eigentlich eher leer, aber durch zwei Kinderwägen im Mittelbereich doch wieder etwas gefüllt. Ich drücke mich an den Wägen vorbei in den hinteren Teil, wo noch gut 6 bis 7 Plätze frei sind. Doch nicht jeder hat den Mut, sich an einem leeren Kinderwagen vorbei zu trauen, und so bleiben einige dann doch lieber total dämlich im vorderen Teil im Gang stehen. Ein paar Stationen weiter steigt dann auch noch ein Mann mit Hund zu, der ebenfalls im Mitelgang stehen bleibt. Dem Hund, Typ "schnienbeinhoher Schnuffi", gefällt es in dem Gang gar nicht und jedes Mal wenn jemand aus- oder einsteigt gerät das Vieh mehr in Panik und fiept und jault. Kein Wunder, denn es ist so eng, dass sich der arme Vierbeiner unmöglich umdrehen oder gar auweichen kann, wenn ständig so lange Beine auf ihn zu kommen und über ihn hinweg steigen. Der dämliche Hundebesitzer zerrt dann auch noch an der Leine und schimpft. Die ganze Situation also eine tickende Zeitbombe mit dem Hund als potentiellen Amokläufer. Aber der Typ ist zu blöd sich nen anderen Platz zu suchen, aber immerhin doch so schlau, ein paar Stationen weiter wieder aus zu steigen, den Hund schimpfend, dass sie nun wegen ihm den Rest laufen müssten. Unmögliche Menschen. Und Schuld hat der Hund. Das Fiepen des Viehs hab ich noch immer in den Ohren.
Als ich auf dem Rückweg dann wieder in den Bus steige, höre ich ein ganz ähnliches, hohes Geräusch. Als ich mich aber nach dem blöden Typ umschaue, merke ich, dass ich das Geräusch mit dem lauten Lachen einer Teenagerin verwechselt habe. Den Rest... denkt ihr euch einfach selbst.

2. Hund

Als ich gerade zu Hause meine Sachen packen und zum Bus wollte, öffnete der Himmel seine Schleusen und ich beschloss: da warten wir doch lieber auf den nächsten!
Tatsächlich ist der ganze Regen 30 Min später auch schon wieder vorbei. Also steige ich entspannt und trocken in den Bus, in dem dann doch einige recht nasse Menschen sitzen. Und ich traue meinen Augen nicht, als ich ein Stück weiter vorne im Bus ein kleines Schaf zu sehen glaube. Als das Ding sich dann aber umdreht und zu mir nach hinten sieht erkenne ich: es handelt sich um einen nassen Pudel! ... Und seitdem weiß ich, wie verstört und teilweise auch verängstigt Menschen im Bus schauen können, wenn plötzlich jemandem ein impusliver und hämischer Lacher entfährt.

3. Hund

Und zum Schluß: noch ein Hund! An der Leine mit seinem Herrchen, der vermutlich alkoholisiert an die Scheibe gelehnt ein wenig ausruht. Ich setze mich auf einen der wenigen freien Plätze mittig im Bus. Die Fahrt geht weiter, langsam trottet der Hund auf mich zu und fängt an meinem Schuhen rum zu schnüffeln. In meiner Beinfreiheit eingeschränkt kann ich meine Füße nicht der Reichweite der Hundenase entziehen. Mit einem Gemisch aus "Beißt das Vieh jetzt gleich zu?" und "Wie peinlich, riechen meine Füße anders als alle anderen?" fühle ich mich zunehmend unwohler. Doch dann schnüffelt der Hund zum Glück auch noch an den Füßen anderer Umsitzenden und ich kann die Lage wieder etwas entspannter betrachten. Doch als ob das Schnüffeln nicht schon merkwürdig genug wäre, wendet sich der Hund schließlich von allen Leuten ab und schnüffelt intensiv an den eigenen Pfoten herum.
So verlasse ich den Bus schließlich mit einem unbestimmt seltsamen Gefühl.

Mittwoch, 7. April 2010

Der Sheriff auf dem Gabelstapler

Nachdem ich heute mal ne halbe Stunde im Internet nach Nebenjobs gesucht habe, bin ich mir relativ sicher, dass man sowas im Internet kaum finden wird. Außer man möchte bei gewissen Pizza- oder Burgerketten tätig werden, oder aber auf ominöse Angebote mit überdurchschnittlicher Bezahlung reinfallen.

Auf manchen Seiten gibt es sogar die Möglichkeit, sich selbst als Arbeitskraft anzupreisen, was überwiegend von "rüstigen Rentern" in Anspruch genommen wird.
Doch zwischen all jenen Rentern habe ich auch folgende Perle entdeckt, über die ich Tränen lachen musste und euch nicht vorenthalten kann:


SUCHE EINEN JOP ALS HILFSSCHERRIFF!!!!!

ICH SUCHE IN RUDERSBERG AUF 400euro BASIS EINE STELLE ALS HILFSSCHERIFF.

HABE EINEN HAUBTSCHULABSCHLUSS EINE LEEHRE ALS MALER UND LACKIERER UND EINEN GÜLTIGEN STAPLERSCHEIN .

WER IST BEREIT MICH EINZUSTELLEN FÜR DIE GEMEINDE RUDERSBERG.

WÜRDE MICH SEHR SEHR FREUEN.

Donnerstag, 1. April 2010

Atomausstieg für 1 Euro!!!

Ja! Ich stehe immer noch voll unter Strom hier! Und ich hoffe das bleibt auch so, wenn ich dann morgen auf den Namen von meinem noch nicht hier eingezogenen neuen Mitbewohner die nächste Stromrechnung überweisen werde.. uff.

Als ich mich nun also in den letzten Wochen mit dem Thema "Strom" auseinandergesetzt habe und zumindest mal die Tarife der Stadtwerke Tübingen verglichen habe, ist mir wieder mal aufgefallen, dass es öko-technisch echt ein großer Vorteil ist, in Tübingen zu wohnen! Es gibt hier nämlich Stromtarife, die Energie zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen anbieten. Kostet natürlich etwas mehr, weswegen ich direkt mal nachgerechnet habe, wieviel mehr. Und ich kam zu einem erstaunlichen Ergebnis für unsere WG: Kaum mehr als 1 Euro im Monat für jeden im Vergleich zum bisherigen Strom!
Und da dieses Angebot auch meine neuen Mitbewohner überzeugt hat, bzw. ich via Email, hat der Hasenbühlgipfel nun also den Atomausstieg mit sofortiger Wirkung beschlossen!

Ja, liebe Mit-Tübinger! Überlegt euch das doch auch mal, sofern ihr Einfluß auf euren Strom habt! Gerne kann ich hier auch einen Spendenaufruf über den Blog laufen lassen, falls jemand meint, sich das nach wie vor nicht leisten zu können!

PS: Und wer glaubt, dass das ein Scherz zum 1.April ist... der ist aber mal sowas von schief gewickelt! Alles wahr!

Samstag, 27. März 2010

Wer hat an der Uhr gedreht?

Ganz toll! Da wird uns heute Nacht also einfach so mal wieder eine Stunde Schlaf geklaut! Gut, die bekommt man dann zwar im September wieder zurück, aber eigentlich möchte ich die lieber jetzt behalten... :(

Wenn man diesen Quatsch mit einer geklauten Stunde schon mitmachen muss, kann man da dann nicht lieber eine Stunde nehmen, auf die man eher verzichten könnte? Z.B. Montag Vormittag die Stunde zwischen 11h und 12h! Wer braucht die denn schon und würde nicht lieber früher in die Mittagspause gehen?

Gut... alle Hausfrauen und -männer würden da jetzt anfangen zu schimpfen, weil die Kinder dann ja auch früher von der Schule heimkommen... Aber hey: wer eine Stunde mehr braucht, kann ja auch einfach eine Stunde früher aufstehen! Das müssen wir ja bisher alle tun und wäre keine Verschlechterung.

Gut... ein Nachteil wäre auch, dass alle einen Stundenlohn weniger auf dem Konto haben. Aber vergleichsweise fände ich dazu eine Stunde Schlaf viel wertvoller. Und andererseits würden die Arbeitgeber Geld sparen, v.a. wenn man bedenkt dass Montags vor der Mittagspause nach einem besonders kurzem Wochenende nun kaum die produktivste Zeit darstellen dürfte. Wahlweise könnte man ja die Option stellen, Abends auf freiwilliger Basis eine Stunde länger zu bleiben, damit diejenigen, die Arbeiten und Geld verdienen wollen ihre Produktivität auch weiter einbringen können.

Also ich finde, diese Idee hätte durchaus Zukunft!

Dienstag, 16. März 2010

Samstag, 13. März 2010

Nur tote Hasen schwimmen mit dem Fön

Einerseits hat sich die Verwirrung mit den Stadtwerken ein wenig entwirrt, denn wir waren bisher sehr wohl Kunden dort: Obwohl wir in der HasenBÜHLsteige wohnen, heißt trotzdem niemand von uns BÜHLER. Soweit haben wir das nun also schon geklärt. Und mein Name ist übrigens Hase.

Aber ganz entwirrt ist es nun immer noch nicht: Mein Ex-Mitbewohner, der den Stromvertrag gekündigt hat, hat nun nämlich doch meinen zukünftigen Mitbewohner als seinen Nachmieter angegeben. Der ist nun offiziell Kunde bei den Stadtwerken und muss ab dem 01.03. zahlen. Jetzt wohnt der halt noch gar nicht hier und weiß auch noch gar nichts von... pffff.... das wird ihm schon IRGENDJEMAND sagen. ... ... ... Freiwillige?

Hier in der WG wird es nun auch immer noch leerer: Heute ist auch noch der Teppichboden aus 2 Zimmern ausgezogen! Dafür ist mein Zimmer nun umso voller, da hinter meinem Sofa nun ein Bett und ein Regal steht. Ja, ihr habt richtig gehört: MEIN ZIMMER ist so groß, dass man selbst noch hinterm Sofa bequem schlafen und Bücher stapeln kann! Hört hört!

So, und zum Abschluß noch eine schlechte Nachricht für alle, die auf aufregende Storys aus der Pizzabranche warten: Da ich gekündigt habe, muss diese Rubrik nun eingestellt werden.
Und auch wenn da heute Tränen beim Abschied geflossen sind, ist das insgesamt kein Grund zur Traurigkeit, denn dafür hab ich ja nun mehr Zeit, um in meinem letzten (offiziellen) Semester aus und über die Uni zu berichten.

Meine sportbegeisterteten UB-Freunde sind zwar zur Zeit gar nicht da (gerade als ich anfing Regelmäßigkeiten bezüglich den Terminen von Fußball- und Basketball-Streamings zu entdecken...), aber dafür gibt es seit gestern ein neues Stichwort auf meiner Liste der "nervenaufreibendsten Geräusche in einer Bibliothek": Zahnseide! Und zwar handelt es sich dabei um eines dieser seltsamen Geräusche, die man erstmal gar nicht zuordnen kann, wenn sie plötzlich hinter deinem Rücken unweigerlich und penetrant ans Ohr dringen wollen. Es ist definitv eines der Geräusche, bei denen man sich fast schon zwanghaft umdrehen muss, um zu sehen, was denn nun eigentlich der Grund dafür ist. Bis man es dann mit eigenen Augen sieht um dann in der nächsten 1/4 Stunde die Gedanken nicht mehr von den eigenen Zähnen abbringen zu können. Wer bitte muss in der Bibliothek ZAHNSEIDE verwenden?

Dienstag, 9. März 2010

Und sag zum Abschied leise:

"Ach, ich hab jetzt mal den Stromvertrag gekündigt. Ihr könnt euch ja bei denen melden, damit ihr das übernehmen könnt."

Ist es nicht schön, wenn Mitbewohner spontan einen Monat früher ausziehen?

...

Nachdem die Stadtwerke nun etwas irritiert auf meine Email geantwort haben, beschleicht mich der Verdacht, dass wir eventuell gar nicht bei denen sind...

Demnächst hier: noch mehr Abschiede, Neuanfänge und eventuell sogar Strom! Bleiben Sie dran!

Montag, 22. Februar 2010

Ja sind denn jetzt alle verrückt geworden?

Heute kam mir mal wieder die Schnapsidee, in der UB lernen zu wollen. War da nicht mal was, von wegen ruhig und konzentriert arbeiten können, ohne Ablenkungen wie Internet, Kühlschrank oder Zimmer aufräumen. Aber neuerdings trifft man sich anscheinend auch zum Fußball schauen in der UB! Die 2 Typen dirket vor mir haben beide, mit ihrem Laptop auf Full Screen irgendein Spiel (arabische Liga?) im Livestream verfolgt. Natürlich haben sie dabei nur geflüstert, denn sie waren ja in der Bibliothek, und haben dann auch nur immer sehr dezent die Hand an die Stirn geschlagen, wenn der nächste Torschuß daneben ging, begleitet von geflüsterten "ohhh"s und "ahhh"s. Und auch nur etwa alle 3 Minuten kam noch irgendwer anderes dazu, um sich kurz über den aktuellen Stand und die Leistungen einzelner Spieler auszutauschen.
Ich stand dann also vor der Entscheidung: Steh ich jetzt auf und mach mir ne Menge neuer Feinde, oder geh ich nach Hause und mach mir was zu Essen? So entschied ich mich für Letzteres.

Und wie ich dann so zu Hause vor dem Herd stehe, klingelt auf einmal mein Handy. Und zwar ist meine Chefin, die Antje dran, um mir zu sagen, dass jetzt dann gleich ein Kollege bei mir anrufen wird, und dass ich ihm doch bitte ausrichten soll, dass er gar keinen Grund mehr hat, bei mir anzurufen, und er statt dessen doch bitte sie wieder zurückrufen soll. Diesmal entscheide ich mich dazu, einfach nur noch laut zu lachen, und als dann keine 10 Sekunden nachdem ich aufgelegt hatte, das Telefon wieder klingelt und eben jener besagte Kollege dran ist, lache ich dann einfach mal weiter während ich ausrichte, was man mir gerade ausgerichtet hatte.

Wenn der Rest der Welt durchdreht, dann kann ich da doch allemal mithalten! Ha!

Ja, und so war ich dann auch genau in der richtigen Stimmung um während dem Essen dann die nächste Folge aus der 5.Staffel von Lost zu sehen (danke Dirk fürs ausleihen!). Denn was wurde da also als neues Thema eingeführt, nachdem man die ganze Insel + Nachbarinsel nun schon ausgiebigst bereist und durchwandert hatte: unkontrolliertes, sprunghaftes Zeitreisen. Jaja, da braucht man sich dann nicht mehr fragen, wo man ist, sondern WANN man ist. Hmmm. Dazu gibts dann noch einen zeitlich und örtlich versetzten parallelen Handlungsstrang, mit vereinzelten Rück- und Vorblenden.

Ach, ich liebe diese Serie. Das lässt danach den Rest der Welt doch wieder ein gutes Stück normaler erscheinen!

Montag, 15. Februar 2010

Konzert des Jahres 2010: Milow

Irgendwie schaff ichs ja zeitlich und finanziell jährlich auf genau ein Konzert... besser als nichts! Dieses Jahr durfte sich also Milow über einen Besuch von mir freuen.
Musikalisch und menschlich wars einfach klasse. Der Typ ist echt super sympatisch und auf dem Boden geblieben (bisher zumindest). Auf der Bühne inszeniert er sich auch nicht, sondern er legt nach wie vor Wert auf die Geschichten, die er mit seinen Liedern erzählen möchte. Ein paar neue Sachen haben sie auch gespielt und das hat auch Lust auf mehr gemacht. (ich sag nur: tanzbare Liebeslieder mit "creepy little lyrics" ^^ ) Ich kanns nur empfehlen mal in eins seiner Alben, oder am besten gleich ins Live-Album rein zu hören!
Ein bischen haben mich die ganzen Teenies genervt, die sich da vor der Bühne getummelt haben um dann an völlig unangebrachten Stellen frenetisch zu jubeln (wie z.B. in der stimmungsvollen Pause nach der Textzeile "Stephanie was killed last night")

Eins meiner Lieblingslieder: Until the morning comes



Nen Aufwärmer gabs auch und in diesem Fall stellt Robert Francis gleich zwei meiner persönlichen Rekorde auf für Künstler, die ich unfreiwillig live sehen musste: Einerseits war er wohl der Talentierste, der mir direkt ein paar neue Lieblingslieder beschert hat. Und andererseits war er auf der Bühne fast schon beängstigend stoned. Man mag es vielleicht noch schön reden, dass er als kalifornischer Bub mit dem europäischen Winterchaos nicht so ganz zu recht kam.
Meine Prognose in seinem Fall lautet: In ein paar Jahren ist er entweder berühmt, oder tot, oder beides.


Samstag, 6. Februar 2010

Nachglühen mit Guido

Ach... man merkt halt doch, das man jedes Jahr älter wird. Früher, ja früher, da wäre ich 45 Minuten vor offiziellem Party Beginn noch leichtfüßig mit dem Wischmob durch die Wohnung getänzelt um ganz nebenbei Gläser vom Schrank auf den Buffettisch zu jonglieren. Und dann wäre ich nur mal kurz unter die Dusche gehüpft um schließlich frisch wie der Morgentau am späten Abend wie gewohnt glänzen zu können.
Auch dieses Jahr bin ich zwar noch mit all diesen Tätigkeiten gerade so rechtzeitig fertig geworden, aber als ich dann 5 Minuten bevor es zum ersten Mal an der Tür klingeln sollte erschöpft auf dem Sofa niedersank, dachte ich schon: früh ins Bett gehen wäre jetzt was feines.

Aber vielleicht hing diese Stimmung auch mit den Glühweinschwaden zusammen, die da bereits durch die Wohnung waberten. Oh, sagte ich Glühwein? Ich meinte natürlich GLÜHBIRNEN nach eigener Kreation!



Als weiteres kulinarisches Highlight erreichte mich später dann sogar noch eine extra für diesen Anlass geschaffene Torten-Kreation, die Schoko-Knusper-Müsli-Überraschungs-Wunder-Keks-Torte. Wem da mal kein Licht aufgeht!



(Wars jetzt eigentlich die Überraschung, dass die Schokolade gefehlt hat?) Auf jeden Fall war diese Torte nicht nur lecker, sondern allein schon auf Grund ihrer Leidensgeschichte Umstände der Entstehung absolut unnachahmlich.

Ich wurde ja nun schon gefragt, ob ich diesen Herbst erneut Geburtstag feiern will... aber ich glaube, ich bin jetzt in dem Alter, wo man lieber doch nur noch 1mal im Jahr älter werden will. Das ist nun zwar noch keine definitive Absage, aber die Tendenz zum "nein", liebe Franzi!

Ja, und zum Schluß noch meine Meldung der Woche: Unser geschätzter Außenminister Guido Westerwelle wurde von den FHM-Lesern auf den 2.Platz gewählt, auf der Liste der "Unsexiest Women".
Was soll man dazu noch mehr sagen.

Samstag, 30. Januar 2010

Mittwoch, 27. Januar 2010

Heute, vor 130 Jahren....

... meldete Thomas Edison sein Patent auf die Glühlampe an.

Auch wenn sie letztes Jahr schon von uns gehen musste, so sind unsere Gedanken heute dennoch mit dem Geburtstagskind.

Sonntag, 24. Januar 2010

Die letzte Glühbirne

Eine Woche vor dem großen Glühbirnen-Benefiz-Event hier auf dem schönen Bühl, ist nun die Situation so aktuell wie noch nie: Die letzte Glühbirne hier in der Wohnung hat das zeitliche gesegnet! Und ausgerechnet ich musste ihr den Todestoß am Lichtschalter verpassen, als ich völlig gedankenlos aufs Klo wollte. Doch als ob unsere tapfere kleine Glühbirne gewusst hätte, dass sie eine der letzten ihrer Art war, klammerte sie sich besonders fest an diese vergängliche Welt, bzw. an die Fassung der Lampe. Die hat sich nun nämlich gleich mit verabschiedet, bzw. muss morgen bei Tageslicht erstmal genauer unter die Lupe genommen werden. Auf was mussten wir da nun also umsteigen, nachdem es die Glühbirne nicht mehr gab? Genau, auf Kerzenlicht im Klo.

Und so war das heute also der Abend, an dem ich für mich den Begriff "romantischer Scheiß" ganz neu definieren konnte. Denn angepisst im Dunkeln rum hocken ist ja auch blöd.

PS: Die Lampe konnte ich soeben wieder auf Vordermann bringen. UND: Ich hab im Küchenschrank noch 2 weitere Glühbirnen entdeckt und mindestens eine davon tut noch!

Montag, 18. Januar 2010

"Best of Britney"

Ich glaube, schon seit ich vor 3 Jahren hier eingezogen bin, liegt sie schon da im Flur, diese ominöse Musikkassette. Ich hoffe, meine Leser hier sind alle noch alt genug, um sich noch an diesen Tonträger zu erinnern, mit dem auch ich noch, damals, Musik aus dem Radio aufgenommen habe um sie jederzeit wieder hören zu können. Auf jeden Fall liegt da also schon lange diese Kassette, die auf der einen Seite die Beschriftung "Best of Britney" und auf der anderen Seite "Best of Xavier" trägt. Da war die Frage nun groß: Gab es jemals etwas Gutes von Britney Spears? Um was könnte es sich dabei sonst handeln? Ein geheimer Code? Ein selbstzerstörerisches Tape? Geheime Dokumente, auf diese Weise totsicher getarnt damit auch wirklich niemand sie jemals hören würde? Und wer hat das Ding bitteschön in unserem Flur auf dem Schuhschrank deponiert, in der Kiste mit den Fotos der Bewohner der WG von 1998 bis 2002? Letztlich gab es also nur eine Möglichkeit für Gewissheit: den todesmutigen Selbstversuch. Und so kann ich euch nun also mitteilen (hoffen wir, dass es nicht das letzte ist, was ihr jemals von mir hören werdet), dass das Ergebnis erschreckend und furchterregend zugleich war: Auf der Musikkassette befinden sich tatsächlich um Lieder von Britney Spears und Xavier Naidoo!
Ich hab das Ding daher schnell wieder in den Flur zurück gelegt. Ich überlege noch, ob ich vorsichtshalber nicht eine Kopie von dem Band machen und an jemanden verschenken soll, den ich nicht mag. Doch andererseits haben wir hier gar keinen Fernseher, aus dem Mädchen mit langen, nassen Haaren herausklettern könnten. Oder käme die in dem Fall dann aus dem Kassettendeck meiner Stereoanlage? Um sich in unserm Bad eine Glatze zu rasieren? ... ... ...

Falls hier bald noch mehr Zimmer frei werden, dann wisst ihr ja schon Bescheid.

Montag, 11. Januar 2010

Zimmer frei

Stellt euch vor, es gäbe in Tübingen ein 17m² großes Zimmer in einer 3er WG, hell, süd-west-Lage, Dachschräge, mit Blick auf den Aldi und die Wurmlinger Kapelle, für das man den Mietvertrag freiwillig auf 190,- Euro (ohne Strom) aufrundetet. Wie findige Tübinger jetzt schon vermuten: das Zimmer befindet sich in der schönen Weststadt.

Und dann stellt euch noch vor, dass es in dieser WG auch zahlreiche extra gäbe wie: Internet inklusive (kein Uni Netz), Spülmaschine (funktioniert seit WG-Gründung einwandfrei... bis auf das Ausräumen *g*), gratis Fitnessprogramm bei jedem nach Hause Weg (egal wie down du bist, bei jedem nach Hause Weg geht es mit dir steil bergauf!!!), Warmwasser durch Solarzellen auf dem Dach, komplett isolierte Wände und Fenster, Abstellkammer, super nette und unkomplizierte Vermieter im Haus, die Nikolaus und Osterhase in einer Person sind und einen auch schon mal in ihrem Garten grillen lassen usw. usf.

Und jetzt stellt euch vor: So ein Zimmer gibt es wirklich! Und es sucht einen neuen Bewohner!

Es ist nun nämlich die Zeit gekommen, wo ein Mann seine Mitbewohner verlässt, um einer Frau anzuhängen usw.

Da ich mich aber derzeit auch unangehängt ganz wohl fühle, suche ich erstmal neue Mitbewohner. Idealerweise zum 1.April (kein Scherz).

Interessenten schicken nun also bitte eine aussagekräftige (!) Bewerbung an mich.