Montag, 7. März 2011

Die letzte Woche!

Noch eine Woche bis zur Abgabe der Magisterarbeit! Noch eine Woche Student! Ok.. offiziell bin ich noch bis zum 31.März Student und ab nächster Woche werde ich dann erstmal wieder das tun, was man als Student ja auch oft genug so tut: Mich meiner freien Zeit freuen.

Achja... wenns nur schon soweit wäre. Aber so viel ist noch zu schreiben und so viele Gedanken wollen noch Form annehmen... uff. Ich hab diese Arbeit wirklich unterschätzt. Das Lernen auf die Prüfungen war anstrengend, aber Magisterarbeit schreiben ist doch nochmal ganz was anderes. Der Kopf ist fast schon erschreckend voll und irgendwie lande ich gedanklich immer wieder bei meinem Thema. Die letzten Nächten häufen sich zudem auch noch seltsame Träume, was ungewöhnlich ist, da ich in der Regel einen tiefen Schlaf habe.

Hat jemand von euch zufällig den Roman "Ingrid Babendererde" von Uwe Johnson gelesen? Kann man ruhig mal tun, ist gut. Im Zentrum dieses Romans hält diese Ingrid also eine Protestrede und muss deswegen die DDR verlassen. Und am Ende soll sie dann in Stuttgart wohnen. Ja, und nun träumte mir letztens, dass mein Vermieter mal wieder eine Demo gegen Stuttgart 21 organisiert (der ist da in der Tat sehr aktiv) und dass ich im speziellen dafür verantwortlich bin, dass eben jene Ingrid Babenderede unbeschadtet ihre Rede halten kann. Aber Neo-Stasis hatten einen Anschlag vor und es gab kurz vor der Kundgebung irgendwo eine Explosion, dann Massenpanik, dann Tote und dann sitz ich im Bett und brauch erstmal ein paar Minuten um mich wieder zu beruhigen. Oh Mann.

In einer anderen Nacht wurde es dann noch abgefahrener: Ich war auf eine Hochzeit eingeladen, irgendwo, in irgend nem Kaff. Da ich mich dort verlaufe, bin ich etwas zu spät und alle anderen Gäste waren schon da und warten vor der Kirche und sind sauer auf mich. Als ich dann da bin, stelle ich fest, dass ich überhaupt niemanden kenne. Nicht mal die, die heiraten. Der Bräutigam ergreift daraufhin das Mikrofon und meint, dass die Hochzeit noch nicht ganz finanziert sei. Jeder der in die Kriche rein will müsse ihm nun also erstmal 3 Tafeln Schokolade abkaufen. Ich denke mir: So ein Scheiß, da schreib ich doch lieber eine Französisch-Klausur. Zufällig ist hinter mir dann auch eine Schule und ich also nichts wie rein. Das schien so eine integrative Waldorf-Schule zu sein, auf jeden Fall musste ich ins Igel-Klassenzimmer. Das erkannte man daran dass an der Wand ein rießiger selbstgebastelter Igel hing. Der bestand aus Müll und ein paar Kinder haben gerade noch die Stacheln aufgehängt.
Dann mussten die Kinder alle gehen, weil die Klausur los ging. Es war eine Übersetzungsklausur., deutsch-französisch. Wir durften ein Wörterbuch benutzen, aber ich hatte ja keins dabei, weil ich ja eigentlich auf eine Hochzeit gehen wollte. Also hab ich von der Lehrerin eines bekommen. Ein Taschenwörterbuch, das nur halb so groß war wie die der übrigen. Und eigentlich war es gar kein Buch sondern ein Wiener Schnitzel. Und ich hatte auch gar keine Stifte, sondern nur Messer und Gabel. Und irgendwie hab ich auch kein Aufgabenblatt bekommen. Ich wollte mich beschweren, aber es hieß dann nur, dass ich eben irgendeinen französischen Text raten solle, weil die Chancen, dass ich dabei dann was richtig übersetzen würde, bei mir genauso groß seien. Also versuche ich von dem Schnitzel die Panade abzukratzen um ein Wort nachzuschlagen... aber da das nicht klappt, ess ich das Schnitzel einfach. Der Typ vor mir irritiert mich dabei extrem, weil er ständig von mir abschreiben will. Also beschwere ich mich nochmal, dass ich so absolut nicht arbeiten könne, ohne Aufgabenblatt und so. Meine Lehrerin ist total genervt und gibt mir also endlich auch den Text, den ich übersetzen solle. Und ich fange dann an mit dem ersten Satz, den ich auf Spanisch übersetze in der Hoffnung, dass das keiner bemerkt. Denn eigentlich kann ich kein Französisch. Als ich mit dem ersten Satz fertig bin, kommt die Lehrerin dann schon wieder zu mir: Denn wenn ich nun schon von ihr ein Aufgabenblatt will, dann will sie nun endlich den Nachweis von mir, dass ich auch katholisch bin. Aber ich bin nicht katholisch. Also fliege ich aus dem Kurs raus und zum Glück auch aus dem Traum, aber nicht aus dem Bett. wtf

Seitdem gibts jeden Abend für mich eine Kapsel Baldriankonzentrat mit Hopfen und seitdem schlaf ich auch wieder besser.
Aber jetzt: kein Blog mehr schreiben, sondern Magisterarbeit!

1 Kommentar:

10uta02 hat gesagt…

Das sind ja ausgesprochen kreative Träume - herrlich. Kann mir aber vorstellen, dass man da ganz schön ins Schwitzen kommt als Träumender!
Viel Glück mit dem Beenden der Magisterarbeit, dann wird der Schlaf bestimmt auch wieder erholsamer... ;) Gruß, Uta