Dienstag, 16. April 2013

Filmvorschau: Side Effects

Das Leben läuft nicht wie es soll, man ist unglücklich, wird depressiv. Die einfachste Lösung: Eine Pille schlucken und alles wird gut! Eventuell gibts Nebenwirkungen, aber auch dafür gibt es bestimmte eine Pille und wenn die auch wieder Nebenwirkungen hat, kommt die nächste zum Einsatz, usw.
Das wäre doch eigentlich interessant genug, damit Steven Soderbergh da einen Film draus machen kann, oder?

Emily Taylor (gespielt von Rooney Mara die anscheinend dem Gossip Girl Blake Lively da mal eben die Rolle weggeschnappt hat) muss ihr Luxus Leben erstmal aufgeben, nachdem ihr Mann Martin (Channing Tatum) wegen "Insiderhandel" ins Gefängnis muss. Insiderhandel nennt man es, wenn man mit Insiderinformationen Gewinne auf dem Börsenmarkt erzielt. Also wenn man z.B. schon vorab weiß, dass eine Pharma-Firma verklagt werden soll und sich dann schnell noch Aktien der Konkurrenz kauft, die dann plötzlich in die Höhe schnellen. Alles klar soweit?

Als Martin dann wieder aus dem Gefängnis heraus kommt, könnte also alles wieder gut werden. Doch geht es noch immer nicht gut und sie fährt mit Absicht ihr Auto gegen die Wand. Im Krankenhaus tritt daher nun also der Psyichater Jonathan Banks (Jude Law) in ihr Leben, der ihr helfen möchte. Neben Gesprächstherapie natürlich auch Pillen. Der gewissenhafte Jonathan bespricht sich dann auch mit Emilys früherer Therapeutin Victoria Siebert (Catherine Zeta-Jones), die das neue Mittel Ablixa empfiehlt. Auch Emily sieht in der U-Bahn ein großes Ablixa Plakat und will dann auch zu diesem Mittel wechseln.

Anscheinend hat Ablixa allerdings die Nebenwirkung des Schlafwandelns und so beginnt Emily plötzlich nachts Essen für 3 Personen zuzubereiten. Also bekommt sie ein weiteres Mittel gegen da Schlafwandeln, das aber nicht zu wirken scheint. Denn schon beim nächsten Nickerchen geht es wieder los und als ihr Mann Martin sie in der Küche anspricht, ersticht sie den dann eben mal mit dem Küchenmesser, bevor sie sich wieder ins Bett legt.

Emily muss also erstmal in Untersuchungshaft, die Mutter des Toten geht in eine Talkshow und schimpft gegen das Mittel Ablixa und den Psychiater trifft es auch hart: Er verliert seine Praxis und seine Nebentätigkeiten. Denn er scheint ja nun die Hauptschuld an dem Unglück zu tragen.

Und ab dann nimmt der Film immer überraschendere Wendungen: Wird der Psychiater verrückt? Oder war Emily am Ende nie depressiv? Catherine Zeta-Jones ist doch für eine unbedeutende Nebenrolle viel zu prominent besetzt! Die hat doch bestimmt auch noch irgendwas zur Handlung bei zu tragen. Denn da gibts ja auch noch eine andere Pharma-Firma, die jetzt plötzlich Gewinn macht durch die schlechte Publicity von Ablixa.

Mehr zu verraten wäre hier nicht angebracht! Denn der Film ist gut gemacht und büßt bei aller Verwirrung zwischendurch nur wenig an Spannung ein. Da kann man sich also ruhig selbst ein Bild von machen!

Zum Schluß also nur noch die eine Frage: Warum sieht man Jude Law das Älterwerden dermaßen an, und Catherine Zeta-Jones so überhaupt nicht? Aber das ist nun für den Film wirklich nicht weiter relevant.



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