Dienstag, 14. Januar 2014

Montags oder: Die Bedeutung von Kuchen im interkulturellen Vergleich

Als ich Montag Vormittag meine Mails durchschaue, ist da auch das Testergebnis von meiner Prüfung im Dezember dabei! Hat sich die Lernerei über Weihnachten also gelohnt? Ich kann das bei diesen Tests wirklich kaum einschätzen. Schon die Formulierungen der Aufgaben geben mir oft lange zu beißen: Was wollen die da denn jetzt genau? Welchen theoretischen Ansatz soll ich da denn nun anwenden? Und wie kann ich das alles in einem Unterrichtsentwurf unterbringen, hinter dem ich selbst auch so stehen würde? Gar nicht so einfach das alles. Aber mit den Endergebnissen war ich bisher immer zufrieden, auch wenn ich die Kommentare hinterher nicht immer nachvollziehen konnte: Manchmal wurde da schon an jeder Ecke kritisiert, aber letztlich war es dann doch eine 2.
Und dieses Mal also... eine 1! Ja Wahnsinn! So kann die Woche doch beginnen! Ich wurde sogar gelobt für mein Einfühlungsvermögen. Mein Einfühlungsvermögen in eine imaginäre Lerngruppe, die ich mir selbst ausdenken musste. Okay... aber man muss das Lob nehmen wie es kommt, oder? Also: Yay!

Und motiviert geht es weiter zum Endspurt! Da die letzte Lektion doch umfangreicher scheint, als ich gedacht habe, bin ich nun zwar schon eine Woche hinter meinem ursprünglichen Plan zurück. Also wird der Test eben erst eine Woche später bestellt. Da ich 2 Wochen für die Bearbeitung Zeit habe, könnte es trotzdem noch klappen. Aber wenn es zeitlich eben doch zu eng wird, dann kommt es auf eine Woche mehr nun auch nicht an. Das Thema "Interkulturelle Sprachdidaktik" ist aber wirklich interessant und ich möchte mich da auch gern intensiv damit beschäftigen.

Heute auf der Arbeit hätte eine Lektion in interkultureller Kommunikation vorab auch nicht geschadet. Denn in der Pause hat eine russische Kollegin an alle Kuchen verteilt. Und wer hätte sich da nicht gefreut! Fast alle Deutschen haben gefragt, ob sie denn Geburtstag habe oder was es sonst zu feiern gibt. Die Frau hat immer nur nein gesagt und irgendwie war die Situation seltsam. Und als dann alle ein Stück Apfelkuchen hatten, ist sie auch einfach gegangen. Eine andere russische Kollegin hat uns dann erklärt, dass es Brauch ist, bei Todesfällen in der Familie Kuchen zu backen und zu verteilen. In Gedenken an den Verstorbenen. - Und wir haben alle gedacht, sie hat etwas zu feiern? Wie furchtbar!

Kommentare:

Annette Weber hat gesagt…

Herzlichen Glückwunsch zu den tollen Leistungen. Bin gespannt, wie sich dein Leben weiter entwickelt. Willst du wieder nach Südamerika und Deutschunterricht geben?
Das mit der russischen Kollegin ist ja irgendwie traurig. Aber so ist der Verstorbene ja wirklich in eure Mitte gerückt.
Eine schöne Woche!

Christian hat gesagt…

Ich möchte erstmal hier in Deutschland schauen und kann mir vorstellen, dass es sinnvoll wäre, hier etwas Arbeitserfahrung zu sammeln. Aber eine gute Stelle im spanisch- oder englischsprachigem Ausland würde ich auf keinen Fall ausschließen.