Mittwoch, 31. Dezember 2008

Das Jahr in Tönen

Ich gebs zu: ich steh auf Rückblicke.
Aber eigentlich will ich hier gar nicht so sehr zurückblicken, als viel mehr zurückhören.

Da wäre zum einen Mal der Niels Frevert, der sich dieses Jahr in meinen Ohren festsetzen konnte. Seinen eigenen Eintrag hier im Blog hatte er ja schon.
Und ich kanns nur nochmal empfehlen, bei ihm mal reinzuhören. Hier eine schöne Liveaufnahme von "Waschmaschine", das ich mein "Lied des Jahres 2008" nennen möchte:


Autos rauschen, Blätter wehen
Man weiß nicht von woher
Stunden verinnen irgendwohin
In der Waschmaschine wär noch Platz gewesen.


Darauf folgt dann direkt meine nächste Neuentdeckung: Amy MacDonald!
Etwas vor Ostern muss ich ihren "Mr Rock & Roll" zum ersten Mal gehört haben und fands sofort klasse. Und wenn sie dann im Februar in Stuttgart sein wird... dann werde ich da auch sein!

"I wish I knew you before"

Nach Deutschland und Schottland geht meine Nummer 3 für dieses Jahr nach... Belgien! Ich weiß gar nicht mehr genau wie ich ausgerecht auf den belgischen Sänger Milow gestoßen bin. 2 wunderschöne Alben hat er da gemacht und es kursieren auch ein paar sehr innovative Coverversionen von ihm, z.B. wie er mit seiner Gitarre 50 Cent neuinterpretiert. Dass er noch so relativ unbekannt ist, sollte sich schleunigst ändern und dahe mein Highlight für 2008: "You don't know"

An ocean, a lake I need a place to drown
Let's freeze the moment 'cause we're going down


Wir bleiben vorerst auch in Europa, da meine Plätze 4 und 5 beide nach Spanien gehen.
Amaral haben sich dieses Jahr wirklich übertroffen mit ihrem neuen Doppelalbum "Gato Negro Dragón Rojo". Den Kamikazeflug in die Ewigkeit kann ich da also auch nur weiterempfehlen.

Vuelo Kamikaze a la eternidad

Und Platz 5 für La oreja de van Gogh. Nachdem sich die Sängerin der Band letztes Jahr von ihren Jungs getrennt hatte dachte man ja, das sei das aus für die Band. Aber dann kamen sie doch recht überraschend mit neuer, gecasteter Sängerin zurück, und zwar frischer denn je! Der letzte Walzer war das also noch lange nicht:


Como casi siempre cuando algo se muere
Nace la nostalgia buscando un corazon


Platz 6 geht dann wieder zurück nach Deutschland. Und zwar an Kettcar, meinen Live-Act des Jahres. Das schönste LIed ihres neuen Albums haben sie in Tübingen zwar nicht live gespielt, aber was solls: "Verraten"

Weil das Kind das gegangen ist
Nun vor dem Haus stehend erkennt und vermisst
Dass es kein Kind mehr ist


Und zum Schluß dann doch noch raus aus Europa, und zwar nach Kanada. Denn auch Alanis Morissette hatte dieses Jahr endlich wieder eine neue Platte rausgehauen. Vielerohrs wurde sie als überproduziert empfunden, aber ich fand sie dennoch gelungen. Insgesamt ist sich Frau Morissette treu geblieben, wobei sie gleichzeitig neues ausprobiert hat. Und weil es auch inhaltlich irgendwie mein Jahr am besten wiedergibt, hier auf meinem Platz 7: "Moratorium"

I do need a breather from the flavors of entanglement

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