Montag, 7. Mai 2012

Filmvorschau: Lockout

Will man einen Film über einen Aufstand im Gefängnis drehen, muss man sich schon einiges einfallen lassen, damit es noch irgendwie originell wird. Gefängnisse auf Inseln irgendwo im Meer gabs auch schon oft genug zu sehen, das ist also schon längst nicht mehr sicher genug. Also mussten sich James Mather und Stephen St. Leger schon einiges einfallen lassen: 

"Lockout" spielt daher auch in einer futuristischen Zukunft, und das Gefängnis befindet sich nicht auf der Erde sondern schwebt in der Erdumlaufbahn herum! Damit es den Gefangenen dort nicht langweilig wird, werden sie auch kurzerhand in eine "Stasis" versetzt, was eine Art Gefrier-Koma darstellt. Allerdings befindet sich das noch in einer Art Testphase und Nebenwirkungen sind nicht ausgeschlossen! 
Der Hauptsponsor des Gefängnisses ist jedoch ein Weltraumunternehmen. Sind die Gefangenen also vielleicht Versuchskaninchen? Um dem näher auf den Grund zu gehen reist die Tochter des amerikanischen Präsidenten (Maggie Grace) höchstpersönlich ins All um dort einen wahnsinnigen Gefangenen (Joseph Gilgun) zu interviewen. Und dabei passiert dann das unfassbare: Der Verhörte kann sich befreien und sämtliche andere Schwerverbrecher aus ihren Särgen befreien und die Wärter und Techniker als Geiseln nehmen! Ob es zufällig vielleicht 300 Gefangene sind? Man müsste ihren Anführer fragen, gespielt von Vincent Regan, und ob die Stasis sich so schlecht auf seinen Körper ausgewirkt hat. 

Wer kann da also noch helfen? Nur ein Mann natürlich: Guy Pearce! Ein CIA-Agent, der selbst gerade eben erst wegen Spionage und Mord zu 30 Jahren Haft im All verurteilt worden ist. Aber natürlich ist er eigentlich unschuldig und irgendjemand anderer hat ihn angeschmiert, vielleicht sogar der Chef der CIA selbst (Peter Stormare), der als Augenzeuge den Mord beobachtet haben will? Leider gibt es in der Zukunft kein CSI mehr, und es ist daher unmöglich herauszufinden, ob jemand von vorne oder von hinten erschossen worden ist. Traurig aber Film.
Also kann er sich nur dadurch rehabilitieren, indem er die Tochter des Präsidenten rettet. Und gleichzeitig bietet sich ihm die einmalige Möglichkeit, seine Unschuld zu beweisen, denn sein Freund und Komplize (Tim Plester) ist zufälligerweise auch dort oben im All in Haft! Und das letzte was er tat, bevor er verhaftet worden ist, war einen Koffer zu verstecken. Doch wem kann unser Held denn nun eigentlich noch trauen? Ist Agent Shaw (Lennie James) vielleicht noch sein einziger Freund, mit dem er sich auch stumm verständigen kann? 

Blickt ihr noch durch? Unser Held reist also ins All, um die hübsche, blonde Tochter des Präsidenten zu retten und um zu erfahren, wo auf der Erde ein Koffer versteckt ist, der seine Unschuld beweisen kann. Pearce und Grace (die sich erstmal kräftig anzicken) auf der Flucht in einer Raumstation unter der Kontrolle wahnsinniger Verbrecher. Doch werden sie rechtzeitig die Station verlassen können, bevor die Air-Force die Station abschießen kann? Kann die Air-Force die Station abschießen, bevor diese auf die Erde stürzt? Und warum wurde Marian früher auf dem Spielplatz ausgelacht? 

Alles Fragen, die am Ende des Films nicht offen gelassen werden! Auf dem Weg dorthin fliegt ordentlich was in die Luft und am Ende bleiben auch nicht mehr viele Leute am Leben. Obwohl die Handlung nicht mit Originalität glänzen kann, wirds also nicht langweilig. Action-Freunde kommen voll und ganz auf ihre Kosten!

 

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